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Nr. 658
Tageswanderung
Region Zürich
Webcam Felsenegg
Schwierigkeit: heikel, oft unmarkiert, steile Flanken, T3 (Trittfestigkeit), nur bei Trockenheit begehen!
Einkehrmöglichkeit: diverse Hütten und Restaurants
Anreise: Bahn nach Zürich HB, weiter mit Üetlibergbahn zur Station Triemli
Rückreise: Üetlibergbahn Ringlikon - Zürich HB (oder zu Fuss zurück zur Station Triemli)  -ZVV-Fahrplan
Wanderlandkarte
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gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Von Hütte zu Hütte: Alpine Wege am Üetliberg

Teehütte
                      Fallätsche
Teehütte Fallätsche

Auf den Üetliberg führen unzählige Wege. Die hier beschriebene "Bergtour" ist wenig bekannt und überrascht selbst Einheimische mit seinen teilweise alpin anmutenden Trampelpfaden so nahe von der Stadt Zürich.
Billettvorschläge:

3h40, aufwärts 440m, abwärts 240m
Route: Zürich Triemli 485m - Zürich Albisgüetli (30min) - Höckler 480m (20min) - Teehütte Fallätsche 740m (1 h) - Aussichtspunkt Fallätsche 780m - Coiffeurweg - Jurablick 750m (1h35) - Ringlikon 682m (15min)

    Der erste Teil unserer Wanderung verläuft entlang des geteerten, viel begangenen Panoramawegs mit schöner Sicht auf den Zürichsee, der zweite Teil verläuft auf spannenden Schleichwegen den Üetliberghängen entlang.

Ab Bahnstation Triemli folgen wir dem Wegweiser Richtung "Friesenberg/Albisgüetli", der nach der Gleisüberquerung kurz steil bergauf führt. Oberhalb vom ehemaligen Hotel Atlantis (heute Five) bleiben wir am Waldrand und verlassen wir die Üetliberg-Route. Der Panoramaweg führt uns fast ebenaus an Friedhöfen und Familiengärten vorbei zum Albisgüetli.

  • Abkürzungsmöglichkeit: Vom Hauptbahnhof mit Tram Nr. 13 direkt zur Endstation Albisgüetli fahren.
  • Direkt unterhalb der Tramstation Albisgüetli folgen wir dem Wegweiser "Höckler/Langnau". Ein schöner, aber nicht markierter Weg führt zum Scheibenstand des Schützenhauses (hier wird jeweils das Zürcher Knabenschiessen ausgetragen). Dort steigen wir in einer Kurve zum Weg hinter dem Scheibenstand auf, der ebenaus Richtung Langnau führt (Abzweigungen ignorieren!). Wo der Weg nach einem kurzen Stück bergauf zu einer grossen Rechtskurve ansetzt, zweigen wir links auf schmalen Pfad dem Bach entlang zum Brücke hinunter.

    Auf dem breiten Weg gehts weiter zum Höckler, ein Wiesendamm (Aussicht). Wer den Damm besteigen will, muss bald schon wieder zum Weg hinunterkommen, denn hier zweigt rechts unser Bergweg ab; der Wegweiser "Üetliberg" steht etwas versteckt in den Bäumen; der Weg ist nicht markiert, aber gut angelegt.

    Im steilen Zickzack wandern wir bergauf; ab und zu kommt uns ein Mountainbiker entgegen. Die Fallätsche, ein steiles Rutschgebiet, liegt links auf der andern Seite der Moräne. Wir wandern an einer Waldhütte vorbei, steigen nochmals zwei Kurven höher und kommen in der nächsten Rechtskurve auf einer Höhe von 700m an eine Abzweigung nach links, der wir folgen. Ebenaus queren wir zur Moräne. Dort treffen wir auf den markierten Moränengratweg, der direkt von Langnau heraufkommt, und wandern drei Minuten bergauf. Unvermittelt steht links die Teehütte Fallätsche, wo wir auf der Terrasse eine schöne Aussicht und eine atemberaubende Sicht auf das steile Absturzgebiet geniessen. Das Gebiet erinnert uns an den Creux du Van!

    Nach dem Hüttenbesuch steigen wir weiter auf dem Moränenweg auf, wo wir nach knapp 10 Minuten auf den Aussichtspunkt Fallätsche am Weg Üetliberg - Felsenegg treffen. Wir drehen nach rechts und wandern auf dem markierten Wanderweg Richtung "Üetliberg". 400m oder 7 Minuten ab Aussichtspunkt Fallätsche sehen wir links ein unmarkiertes Weglein.

    Bei guten Bedingungen folgen wir dem erwähnten Weglein durch den dichten Wald bergab. Am Waldrand, fünf Minuten später, bei der sonnig gelegenen Ruhebank oberhalb der Waldlichtung Folenweid, zweigt rechts der sogenannte Coiffeurweg ab. Offenbar hatte einst ein Coiffeur in Eigeninitiative diesen Weg gebaut:

    Der Coiffeurweg wird auf eigene Gefahr begangen und ist nicht markiert (abgesehen von einzelnen blauen Punkten), aber ein echter Geheimtipp. Für Bikes ist er verboten - diese zerstören den mühsam instand gehaltenen Weg, weil sie bei Feuchtigkeit tiefe Rillen hinterlassen.
    Der Pfad führt in teilweise steilem und feuchtem Gelände der kurvigen Flanke des Üetlibergs entlang. Wir folgen dem schmalen, perfekt ins Gelände eingepassten Wurzelpfad durch teils dichten Buchen- und Tannenwald, mehr oder weniger der Höhenkurve entlang. Teils ist der Abhang steil, Vorsicht ist geboten. Die letzten 200m vor der Kreuzung mit dem markierten Weg Sellenbüren-Weg führen durch dichtes Gebüsch, wo man beinahe ein Buschmesser bräuchte.

    Achtung: Wo wir auf den erwähnten Sellenbüren-Wanderweg treffen, folgen wir ihm wenige Schritte abwärts (5m) und finden in der Kurve die Fortsetzung unseres Weges.

    Der zweite Teil des Coiffeurwegs ist besser unterhalten; Zivilschützer und Freiwillige bessern regelmässig Schäden aus. Ein Abrissgebiet wird im Auf und Ab umgangen, diverse Bachübergänge sind mit Holzpfählen entschärft worden. Tobelein, tobelaus wandern wir dem Hang entlang; Seidelbast, Akelei, Katzenschwanz und Bärlauch säumen den Weg. Man wähnt sich weit ab von der Zivilisation. Schliesslich wird der Hang wird sanfter, der Weg breiter, und ebenaus gelangen wir zum idyllisch gelegenen Restaurant Jurablick, wo man Fr - So unter den Bäumen einkehren kann.

    Auf markierten Wegen quert man kurz geradeaus und steigt hinunter zur Üetlibergstrasse, die man schräg abwärts kreuzt. Über Treppen erreichen wir das Bahngeleise, queren es und wandern bald durch offenes Landwirtschaftsgebiet zur Bahnstation Ringlikon.


    Fallätsche ab Teehütte
    Aussichtspunkt Fallätsche, Mai 2018
    Aussichtspunkt Fallätsche
    steiler Hang am Coiffeurweg, März 2022
    Vorsicht, steiler Hang
    der
                      verwachsene Coiffeurweg Ende Mai 2018
    Weg im dichten Jungwald
    im Auf und Ab am Coiffeurweg an der Uetliberg-Flanke
    im Auf und Ab

    spannender Coiffeurweg
    Teehaus Jurablick
    Restaurant Jurablick

    Nähe Haltestelle Ringlikon

    Variante über den Üetliberg Kulm 900m

    Hier bleiben wir auf dem breiten Gratweg Richtung "Üetliberg". An der Wegkreuzung Stafel, dem tiefsten Punkt, kurz nach dem Picknickplatz Annaburg, könnten wir nochmals wählen:

    Nähe Stafel, Blick auf den
          ÜetlibergturmBlick vom Üetliberg Richtung See und AlpenRichtung "Üetliberg Kulm" bleiben wir vorläufig auf dem breiten Gratweg, kommen am nahen "Bergrestaurant Staffel" vorbei und steigen die Treppen zum Üetliberg-Aussichtsturm beim "Hotel Uto Kulm" hinauf, von wo man eine phänomenale Aussicht auf die Stadt Zürich und über den See in die Alpen geniesst.

    Abstieg zur Bahnstation der Üetlibergbahn auf der breiten Waldstrasse. Wem es zuviele Leute hat, wandert rechts vom Sendeturm rund 200m der aussichtsreichen Hangkante entlang. Bevor der Treppenweg beginnt (auf ihm könnten wir in 20 Minuten direkt zum "Rastplatz Fuchs" absteigen), nehmen wir die Abzweigung links, wo wir bei der Sonne in die Waldstrasse einmünden (wir befinden uns auf dem Planetenweg). Im "Restaurant Gmüetliberg" bei der Bergstation der Üetlibergbahn könnte man nochmals einkehren; grosser Spielplatz nebenan.

    Dem Geleise entlang gehts nochmals 5 Minuten auf der Waldstrasse, die wir nach Überquerung der Geleise nach links Richtung "Ringlikon" verlassen. Aussichtsreicher Weg mit Blick ins Säuliamt. Unten in der Kurve befindet sich das schön gelegene Restaurant Jurablick.

    Auf markierten Wegen gehts ebenaus und hinunter zur geteerten Üetlibergstrasse, die wir schräg kreuzen. Treppabwärts, das Bahngeleise kreuzend, gelangen wir durch offenes Landwirtschaftsgebiet zur Bahnstation Ringlikon.


    Zusatzvarianten:

    a) Ringlikon - Waldegg
    Ringlikon 682m - Bahnstation Waldegg 620m, (20min):
    Wanderung dem Geleise entlang zur Haltestelle Waldegg (der "Parkplatz Waldegg" wäre in einer weiteren Viertelstunde zu erreichen).

    b) Ringlikon - Triemli
    Ringlikon 682m - Rastplatz Fuchs 710m - Triemli 456m (1 h): 
    Wer Lust nach mehr Hüttenromantik hat, folgt in Ringlikon dem Wanderweg "Hohenstein / ZKB Rastplatz Fuchs". Nach einer bequemen Viertelstunde kommt man an eine Lichtung mit grossem Spielplatz, sowie verschiedenen Grillplätzen für die ganze Familie. Auf dieser Lichtung steht rechts etwas versteckt das gemütliche kleine Teehüsli der Naturfreunde Zürich-Altstetten, wo sich jung und alt mit Snacks und feinen Getränken verpflegen kann. Neben dem Spielplatz beginnt der Abstieg zum Triemli. Der im steilen Hang gut angelegte Döltschiweg kurvt in einer halben Stunde direkt zu unserem Ausgangspunkt, der Station Triemli, hinunter.

    ZKB-Rastplatz mit Teehüsli

    Abstieg Hohenstein - Triemli

    Sandfelsen am Dötschiweg

    Triemli-Wegweiser

    c) Ringlikon - Birmensdorf ZH
    Ringlikon 682m - Ober Risi 572m (40min)
    Ringlikon; Blick über das Säuliamt auf die AlpenSehr schöner Abstieg auf der Sonnenseite des Üetlibergs: Rechts vom Wartehäuschen der Haltestelle Ringlikon in den Büelwald, am Schulhaus-Spielplatz vorbei. Beim Waldausgang die Strasse kreuzen, dem kleinen Rebberg entlang bergab gehen. den Blick auf die Alpen geniessend. Bei der Bushaltestelle "Uitikon Langwis" eine weitere Strasse kreuzen und nun im Wald auf schönstem Gratweg hoch über dem Reppischtal Richtung "Birmensdorf". Beim Waldausgang treffen wir auf die Bushhaltestelle Ober Risi (Busverbindung zu den Bahnstationen Birmensdorf, Waldegg, Triemli und Wiedikon). ZVV-Fahrplan
    Zu Fuss nach Birmensdorf 488m sind es 20 Minuten durch Quartierstrassen bergab.


    d) Eine weitere Bergtour zum Üetliberg:


    Gasthäuser
    Links
    Üetlibergvereine
    Karten und Bücher
    • Digitale Karte: https://map.wanderland.ch, Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten und ÖV-Haltestellen
    • https://www.mapplus.ch, Karte mit ÖV-Haltestellen und vielen Zusatzinfos
    • "Züri - Winterthur Nachmittags-Ausflüge", Ralph Bernet, bei Amazon.de
    • "Zu Fuss die Region Zürich erleben", 45 entdeckungsreiche Genusswanderungen, https://www.buchhaus.ch
    • "Auf Wanderwegen im Sihltal, Albisgebiet und Knonauer Amt", NZZ-Verlag, bei Amazon.de
    • "Magisches Zürich", Wandern zu Orten der Kraft (Albisgüetli - Manegg - Höckler - Blutbuche), AT-Verlag, bei Amazon.de
    • Freizeitkarte für die Stadt Zürich, mit allen öffentlichen Spielplätzen, Picknickplätzen und Finnenbahnen, bei https://shop.pro-juventute.ch
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    • "52x Zürich", Freizeitkarte mit Tipps für die Region Zürich, zweisprachig de + en, Gratis-Download: https://www.zuerich.com
    • "Wandern in der Stadt Zürich"; spannende und erholsame Stadtwanderungen, Rotpunktverlag, bei Amazon.de
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    • "Zürich zu Fuss - durch Stadt und Land", mit Aquarellen und gezeichneten Plänen liebevoll illustriert, bei https://verlagambach.ch

    Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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