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Bisse des Sarrasins, "Chemin des Bisses",
              2023

Chemin des Bisses Martigny - Grimentz VS

Die Etappen:
Chemin des Bisses Nr.58, Karte SchweizMobil "Chemin des Bisses Nr.58", Karte mit Höhenkurve
Pfade den alten Wasserleitungen entlang gibt es im Wallis unzählige - im deutschprachigen Oberwallis heissen sie Suonen, im Unterwallis Bisses.
Um ihre Wiesen und Äcker ausreichend mit Wasser zu versorgen, hatten die alten Walliser ein Bewässerungssystem geschaffen, über das wir heute nur staunen können. Sie bauten ein kunstvoll angelegtes Netz von Wasserleitungen. Als Leitungen für das Gletscherwasser, das aus Bächen angezapft wurde, dienten ausgehöhlte Baumstämme. Mit ihnen wurden die Höhenunterschiede ausgeglichen und Felsen umgangen. Die Wasserzufuhr wurde über ein kompliziertes System von Rechten und Pflichten geregelt. Entlang der noch heute bestehenden Suonen verläuft ein schmaler Weg, der früher dem Wasserwächter diente, der ständig unterwegs war, um das Leitungssystem zu kontrollieren.

Die meisten Wasserleitungen sind unterdessen in Rohre gefasst - damit entfallen die oft gefährlichen Unterhaltsarbeiten nach Regenfällen und Unwettern. Da die Wege aber für die Wanderer sehr attraktiv sind und ohne grosse Höhenunterschiede den Hängen entlang verlaufen, ist man wieder bestrebt, sie für die Touristen zugänglich zu machen oder gar die alten Wasserläufe zu regenerieren.

Die vorgeschlagene mehrtägige Route folgt einigen dieser Bisses hoch über dem Rhonetal zwischen Martigny und Sierre. Sie kann problemlos auch im Hochsommer gewandert werden, da sie am Nordhang des Rhonetals und auf weiten Strecken im Schatten der Waldhänge verläuft.

Gewandert: Col des Planches - Vercorin: Aug.2006, Vercorin - Grimentz Oktober 2018, Isérables/La Tzoumaz - Vercorin/Fang Juli 2023


Anreise



Unsere Etappen


gezeichnet mit SchweizMobilPlus1. Tag

Start in Col des Planches:

Col des Planches - LaTzoumaz, 4h40, aufwärts 680m, abwärts 580m, 14,8km
Ancien Bisse de Saxon - mit 32 km die längste Bisse im Wallis
Col des Planches 1411m - Alpage de Tronc - Col du Lin - Pas du Lin 1656m - Boveresse 1503m - Linkskurve 1515m - Vella 1584m - Crête du Seu 1700m -  La Tzoumaz 1520m

Unsere Route 2006:
N
ach einer Stärkung in der Auberge Col des Planches brechen wir auf Richtung "Pas du Lin". Während der ersten Viertelstunde im schattigen Wald verläuft der Weg auf Hartbelag, wechselt dann auf Naturbelag und führt an schönen Waldlichtungen und Col des PlanchesPicknickplätzchen vorbei, immer leicht aufwärts dem Hang entlang. Beim hölzernen Torbogen "Alpage de Tronc" verlassen wir das Natursträsschen nach links zur Alpwirtschaft. Hinter dem verzierten Stall führt der Feldweg ebenaus in den Wald und trifft später wieder auf die Naturstrasse zur grossen Picknickwiese Col du Lein mit mehreren Feuerstellen.
Weiter aufwärts, die Buvette du Lein rechts liegen lassend, Richtung "Pas du Lein", den wir zehn Minuten später erreichen. Schöne Sicht auf das Rhonetal und die Cols des Muverans.

Kurz nach dem Pass wäre das Strässchen Richtung "Mayens de Riddes" für eine halbe Stunde geteert, weshalb die Route Nr.58 den kurzen Umweg über die Alpweiden einschlägt. Später führt sie im Wald über zwei langgezogene Kurven zum Weiler Boveresse hinunter. Der Chemin de l'ancien Bisse führt uns aus dem Weiler hinaus und wieder in den Wald. Wir überqueren sorgfältig den Bach Torrent de la Croix, kommen an einem Picknickplatz vorbei und queren den Bach Torrent de Vella, wo sich die Wege teilen.

Wandern im Wallis, Schweiz: Bisse de Saxon
Der direkte Weg steigt ungefährlich, aber wahnsinnig steil rund 100 Höhenmeter bergauf. Oben stossen wir auf das Ende der 32 km langen Ancien Bisse de Saxon, deren Lauf wir während zwei Tagen folgen werden. Wir kreuzen das Kiessträsschen, das von La Vatse herauf kommt, und wandern mehr oder weniger ebenaus. Die Suone ist voller Steine, Laub und Äste und führt hier kein Wasser mehr. Der abwechslungsreiche Pfad hoch über dem Rhonetal ist teilweise eben, bedeckt mit einem Teppich voller Lärchennadeln, dazwischen heisst es aufpassen, wenn Wurzeln und Steine im Weg sind.

Oberhalb La Tzoumaz wurde die Bisse erneuert, sie führt hier Wasser und ist mit Schautafeln versehen. Morgen werden wir dieses schöne Wegstück erwandern. Heute verlassen wir die Suone, gehen bei der Schautafel "Perspectives" nach links bergab Richtung "La Tzoumaz", kreuzen beim Waldaustritt ein Strässchen und erreichen auf schmalen Wiesenpfaden die Gondelbahn-Talstation  in La Tzoumaz. Blick auf die Sonnenterrasse von Isérables. Das Hotel de la Tzoumaz befindet sich linkerhand.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs 

2023: Start in Isérables
gezeichnet mit SchweizMobilPlus2h, aufwärts 510m, abwärts 60m, 4,1km
Isérables 1237m - Auddes 980m - La Tzoumaz 1520m
Isérables liegt auf einem fast ganztägig besonnten Felssporn hoch über dem Rhonetal, direkt gegenüber vom Grand Muveran. Die ersten 20min zum Weiler Auddes verlaufen auf Hartbelag, zuerst leicht abwärts bis zur Brücke, dann auf der Strasse bleiben bis zur Bushaltestelle Auddes.

Ab Auddes steiler Aufstieg auf steilen, schönen Wiesenwegen bis unterhalb Isérables. Dort treffen wir auf die Rue de Pramin, der wir 5min im Zickzack folgen. Weiter wiesenaufwärts zur Rue de la Brole (Bushaltestelle Larzine), der wir 100m nach links folgen. Die restlichen 20min bis La Tzoumaz sind wieder schöne Wiesenwege; in einem Wäldchen kommt man an einem privaten (?) schattigen Sitzplatz vorbei. Oben in La Tzoumaz sehen wir rechts die Fahnen unserer Unterkunft. Wir folgen der Rue Centrale und der Route de Mayens und sitzen 5min später auf der Terrasse des Hotel de la Tzoumaz.
Auffallend ist der schöne Blumenschmuck an Häusern und der Strasse entlang.
Isérables,
                  Blick ins Rhonetal
Isérables, Blick ins Rhonetal
oberhalb Auddes, Blick auf Isérables
Blick auf Isérables
Aufstieg
                    Auddes - La Tzoumaz
steiler Aufstieg nach La Tzoumaz
Hotel de la Tzoumaz, Blick auf unser
                    Wandergebiet
La Tzoumaz
blumige Trottoir-Abschrankung in La Tzoumaz
Blumenschmuck überall

Gasthäuser und Links


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gezeichnet mit SchweizMobilPlus2. Tag, 4h40, aufwärts 480m, abwärts 610m, 16km
La Tzoumaz Talstation 1520m - Ancien Bisse de Saxon 1730m (35min ) - Maison de Forêt (10min) - Le Rosey (20min) - La Dzora 1753m (1h30) - Pra da Dzeu 1772m (1h) - 1436m, Abzweigung Chemin des Bisses (50min) - Haute Nendaz 1370m (10min)

Bei der Seilbahnstation Haute Nendaz folgen wir nicht dem Strassenweg, sondern dem Wanderweg steil aufwärts. Nach dem 2.Masten queren wir nach rechts, dem markiertem Wanderweg entlang. Er führt uns in einem Bogen zum Waldrand hinauf, wo wir bei 1703m auf die Ancien Bisse de Saxon treffen. Sie ist aktiv, führt also Wasser, und der parallele Weg ist so richtig zum Einlaufen. Später kommt auch der "Strassenweg" zu unserem Weg hinauf - ein Stück weit kann die Route mit Kinderwagen und elektrischen Rollstühlen begangen werden. Ziel ist das Maison de Forêt, ein schöner gedeckter Picknickplatz mit
mit Feuerstellen und spannenden Informationen über die Suonen. Daneben schlägt unermüdlich der Wasserrad-getriebene Hammer und meldet damit, dass alles in Ordnung ist.

In den nächsten 7 Minuten gut auf die Routen-Nummer achten
: Der Suonenweg zweigt halblinks vom Kiessträsschen ab und führt als schmaler Pfad der Höhenkurve entlang. Am steilen Gegenhang sieht man mächtige Steinrunsen, die klar machen, dass die Wasserleitung dort nicht mehr betrieben werden kann. Zuerst wandern wir aber weit ins Tal Le Rosey hinein, ohne einen Höhenmeter zu verlieren. Auf der andern Talseite im Forêt du Clou ist der Pfad wild und steinig. Die grösste Runse muss nach oben umgangen werden - ein steiler Pfad führt im Steinschlaggebiet rund 30 Höhenmeter steil bergauf, quert den Hang und führt im Zickzack wieder zum bequemen Suonenweg hinunter.

Unser Weg folgt 100m dem Kiessträsschen, um dann halblinks der Suone entlang durch das Wiesenstück bei La Dzora (auch Les Dzoras) zu führen. Auffallend sind die alten, einzeln stehenden Lärchenbäume im Hang. Wir treffen auf einen gedeckten Picknickplatz mit Aussicht. (Vor oder nachher gäbe es Abstecher zum 70 Höhenmeter weiter oben befindlichen "Restaurant Châlet des Alpes" in Les Prarions).

Wir queren nun einen grossen, schattigen Wald. Wo er nach einer Stunde lichter wird, locken die Wiesen zwischen mächtigen Lärchenbäumen zu einem Halt. Der Weg durch den lichten Lärchenwald ist zauberhaft, auch wenn die Suone nicht mehr wasserführend ist. Dafür begeistern uns die stolzen Ehringerkühe.Wir befinden uns nun hoch über Isérables auf den Weiden von Pra da Dzeu.

Oberhalb der Waldlichtung Pra da Dzeu verlassen wir die Ancien Bisse de Saxon und gehen Richtung "Nendaz". Im Wald kommen wir am Teich L'Ouché vorbei und wandern weiter waldabwärts, bis wir die ersten Häusern von Haute Nendaz erreichen. Die letzte halbe Stunde auf steilen Teersträsschen bis zu unserem Hotel unterhalb der Seilbahn-Talstation Haute Nendaz ist ernüchternd: Die ganze schöne Landschaft komplett verbaut!
Knapp vor unserem Ziel würde die Route 58 auf der "Bisse Vieux" halbrechts durch die Wiese abzweigen (falls jemand gleich weiter wandern möchte).

Gasthäuser und Links

Wasserhammer
Wasserhammer
Ancien bisse de Saxon
Ancien Bisse de Saxon
Felssturzgebiet Le Rosey
Felssturzgebiet Forêt du Clou
Picknickplatz Le Dzoras
La Dzora
Pra
                                      da Dzeu, schöne Waldlichtung
Pra da Dzeu
Picknickwiese im lichten
                                      Arvenwald, 2. Tag
Lichter Lärchenwald bei Pra da Dzeu
Ancien Bisse de Saxon
                                      oberhalb Nendaz
Oberhalb Nendaz
verbauter Hügel
                                      in Haute-Nendaz
verbauter Hügel in Nendaz
  • Frühere Route ab Pra da Dzeu nach Siviez:
2h20, aufwärts 120m, abwärts 1700m, 16km
Pra da Dzeu 1772m - Ancien Bisse de Saxon - Tsablo Plan - La Bourlâ 1793m (1h) - Siviez 1733m (1h10)

Früher folgte ab Pra da Dzeu weiter der Ancien Bisse de Saxon nach Siviez bis ins Val de Nendaz, wo sich ein Hotel befand. (Unterdessen führt der offizielle "Chemin des Bisses Nr.58" nach Haute Nendaz und folgt am nächsten Tag der tiefer liegenden "Bisse Vieux" ebenfalls ins Val de Nendaz hinein).

Dies war 2006 unsere Route ab Pra da Dzeu, wobei wir damals in Siviez übernachten konnten; leider ist das Hotel seit längerer Zeit geschlossen.

In Fels gehauene
                                      Suonenwege ob Siviez, 2006Bisse
                                      de Saxon, 2006Nach Pra da Dzeu wird wieder ein grosser Waldhang gequert (Sentier des Pives). Einmal kreuzen wir ein Kiessträsschen, unser Pfad wird breiter und zweigt 10 Minuten später halblinks ab, immer ebenaus. Wir kommen an der alten Wärterhütte "La Bourlâ" vorbei, wo Bänke und Picknicktische bereitstehen.

Die nächste Stunde wird ziemlich abenteuerlich. Der Weg ist felsdurchsetzt, die Bisse führt Wasser und wird in langen Holzkänneln über, neben und unter dem Weg geführt. Der Weg ist teilweise aus den Felsen herausgehauen, und unzählige Holzzäune schützen die Wanderer vor dem steilen Abhang. Schliesslich treten wir aus dem Wald und sehen die Skistation Siviez unter uns. Im Bach am Talende wird die Ancien Bisse de Saxon mit Wasser versorgt.
Unsere Route verlässt die Bisse nach links, führt zum Kiessträsschen hinunter und später über einen Wiesenpfad nach Siviez im Val de Nendaz. Bushaltestelle "Siviez, Super Nendaz".


Karte
                                      gezeichnet mit SchweizMobilPlus
3. Tag, 3h40: aufwärts 290m, abwärts 280m
Haute Nendaz 1370m - Les Clèves 1442m (15min) - Bisse Vieux - La Comba - Lavantier - Planchouet 1520m (1h15min) - Grand Bisse de Vex - Picknickplatz (1h) - Veysonnaz Village 1358m (1h) - Veysonnaz Talstation (10min)


Gegenüber vom Hotel Edelweiss
in Haute Nendaz befindet sich links versetzt der Wegweiser, der dem sehr steilen Quartiersträsschen Chemin de Prameirà entlang zur Bisse Vieux hinauf weist.
Im schattigen Wald beginnt ein speziell schönes Wegstück der wasserführenden Bisse entlang. Einmal ist der Weg eben, ein andermal wurzlig, bei einem fantasievollen Brunnen steigt er kurz treppaufwärts. In regelmässigen Abständen locken schattige Picknicktische und -bänke zur Pause. Mühelos kommen wir ins Val de Nendaz.

Bei Lavantier kreuzen wir die Strasse nach "Siviez"; unser Wegweiser führt halblinks zur Brücke hinunter. (den Wanderweg Richtung "Siviez" nicht beachten). Nach der Brücke machen wir eine Spitzkehre und sehen rechterhand das Restaurant Planchouet. Unterhalb Planchouet gut auf die Pfeile achten - der Weg verzweigt sich. Unser Chemin des Bisses führt ebenaus, der Grand Bisse de Vex entlang, Richtung "Veysonnaz".

Bei der Tafel "Steinschlag" halbrechts über die Brücke. Wir befinden uns auf einem Feldweg neben dem offenen Wasserlauf der Grand Bisse de Vex und geniessen die Aussicht ins Tal. Wo wir in den Wald kommen, wird der Weg schmaler; endlose Holzkännel fassen das Wasser, bequeme Holzstege mit Geländer führen an
steilen Hängen entlang, und an einem erhöhten Ausguck stehen Bänke und Tische bereit: "Dieser Picknickplatz gleicht einem Wohnzimmer unter freiem Himmel".

Der Wald wird lichter, ein trockener, besonnter Abschnitt "Prairies sèches" folgt. Verständlich, dass hier die Suone besonders gepflegt wird. Die nächsten Strassenkreuzungen (Verrey) nicht beachten. Wir bleiben auf dem Weg der "Grand Bisse de Vex", der ebenaus durch Wiese und ein Waldstück zur Talstation der Gondelbahn von Veysonnaz führt, wo sich bei der Seilbahn-Talstation das Hotel Magrappé befindet.

Übernachtung in Veysonnaz.

Bisse Vieux oberhalb Nendaz
Bisse Vieux oberhalb Nendaz
Bisse Vieux oberhalb Haute
                                      Nendaz
Bisse Vieux mit Treppe
hier
                                      teilen sich die Wege in
                                      Planchouet
Planchouet, hier teilen sich die Wege
Brücke für Mensch und Wasser
Doppelbrücke
Grand Bisse de Vex
Grand Bisse de Vex
Sonnenhang
                                      von Veysonnaz, Blick auf Nendaz
Trockenhang von Veysonnaz

Gasthäuser und Links

Tipp Kurzvariante mit Übernachtung in Les Collons auf 1900m:
  • Gewählt 2023:
  • Seilbahn Veysonnaz - Thyon 2000, Wanderung Thyon 2000 - Les Collons, 45min, abwärts 290m, Karte: https://map.schweizmobil.ch
  • Hotel La Cambuse, Les Collons, 1900m
  • Am nächsten Tag:
    • 10min zur Bushaltestelle "Les Collons Office Tourisme", Fahrt nach Hérémence und weiter auf der verkürzten 4.Etappe
    • Karte Hérémence - St-Martin, 4h: https://map.schweizmobil.ch

gezeichnet
                                  mit Karte SchweizMobilPlus
4. Tag, 5h50, aufwärts 820m, abwärts 770m, 17km (oder Start in Hérémence: 4h, aufwärts 740m, abwärts 570m)
Veysonnaz Talstation - Mayens de Sion 1320m (40min) - Bon Accueil 1375m - Hérémence 1237m (1h10) - Bisse d'Euseigne - Euseigne 980m (1h40) - La Luette 948m (50min) - St-Martin 1415m (1h30)


Zwischen Veysonnaz und St-Martin gibt es nur noch in Mayens de Sion eine kleine Übernachtungsmöglichkeit.

Ab Veysonnaz wandern wir durch einen schönen Wald und kommen zum schön gelegenen Relais Mayens de Sion, wo man sich stärken kann. Hier verlassen wir die Bisse de Vex. Die nächste Viertelstunde marschieren wir der Strasse entlang bergauf (Postautostrecke). Beim Wegweiser Bon Accueil zweigt links Richtung "Hérémence" ein Kiesweg ab, der in einen schmalen Pfad übergeht, dem Hang entlang und rechts am kleinen Weiler vorbei führt. Schöner Weg zum oberen Dorfeingang von Hérémence. Zum Dorfzentrum hinab die Richtung halten.
 
Hérémence: Spezielle 37m hohe Beton-Holz-Kathedrale; Einkaufsmöglichkeit. Rechts im Taleinschnitt sind kurz die berühmten Pyramiden von Euseigne zu erblicken. Erstaunlich viel Wege im kühlen Wald.

Unterhalb der Busstation Hérémence zweigen 3 verschiedene Wanderrouten rechts ab; wir gehen abwärts zum Chemin Neuf, de
r Route Nr.58 folgend. Schon nach 5min wechselt der Chemin Neuf auf Kiesbelag und führt ohne grosse Höhenunterschiede in den Wald.

Auf Waldwegen erreichen wir schliesslich den Pont de Leténèvo, wo wir den Bach La Dixence überqueren. Am Gegenhang steigen wir waldaufwärts, überqueren die Fahrstrasse und steigen nochmals 7min ziemlich steil waldaufwärts, bis wir die Bisse d'Euseigne erreicht haben. Wir folgen der Suone knapp 10min (bei einem Haus ist die Fortsetzung ebenaus etwas versteckt).
Die Markierung bis Euseigne ist hier etwas mangelhaft. Bald verlassen wir die Bisse d'Euseigne, unsere Route Nr.58 zeigt waldabwärts Richtung "Euseigne" (nicht dem rechts abzweigenden Pfeil "Tour du Village" folgen!). Rund 150 Höhenmeter weiter unten erreichen wir die Fahrstasse, der wir für 3 Minuten folgen.

Kurz vor Euseigne zweigt halblinks ein markiertes Strässchen ab (wir haben es verpasst). Hier befinden wir uns direkt oberhalb der Pyramiden von Euseigne (am Gegenhang bei St-Martin werden wir sie morgen von oben sehen). Sie zählen zu den bedeutendsten erdwissenschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Alpen und sind geschützt. Quartiersträsschen und Treppen führen uns zur Kapelle von Euseigne hinunter.

Der Wegweiser gegenüber der Kapelle von Euseigne ist verwirrend; gemäss SchweizMobil-Karte geht's weiter treppabwärts zum Platz mit dem Brunnen, wo unsere Route rechts in die Rue du Champclou abzweigt. Dort befindet sich der willkommene Lebensmittelladen "Edelweiss" (mit Kaffeeautomat).

Am Ende des Dorfs quert unsere Route die Hauptstrasse, führt kurz aufwärts, biegt links ab und wird unterhalb La Crêta wieder zum Wanderweg. Der Höhenkurve entlang führt er duch waldiges Gebiet. Bei Les Grangettes kurvt er nochmals zur Hauptstrasse hinunter. Dieser folgt man während 4 Minuten, dann geht's halbrechts auf der Quartierstrasse nach La Luette. Dort überqueren wir die Fahrstrasse und folgen dem Zickzackweg zur Brücke hinunter, wo die Borgne überquert wird.

Über unserem Kopf türmen sich steile Kieshänge, auch hier pyramidenförmige Spitzen. Wir sind jetzt auf der Sonnenseite des Tals, entsprechend heiss kann der Aufstieg sein.


Der Weg teilt sich nach wenigen Minuten (spannend wäre auch der Chemin d'Ossona nach Vernamiège über eine Hängebrücke), doch unsere Nr.58-Route biegt halbrechts ab, steigt im Trockenhang schräg aufwärts und überquert auf der waldigen Schattenseite einen Bach. Wieder im Sonnenhang, führt der Weg aufwärts um die steile Felslandschaft herum in den Wald. Der Schatten ist hochwillkommen und begleitet uns für die nächsten 20 Minuten.

Bei Les Faquires kommen wir an die Sonne, die zünftig aufheizt. Schöner Blick zu den Schneebergen des Val d'Hérens. Bis unterhalb vom Friedhof von St-Martin geniessen wir schöne Naturpfade und ein immer weiterer Blick ins Tal. Der Plattenweg ins Dorf hinauf ist am härtesten. Doch oben fliesst ein Brunnen, daneben befindet sich die
Bushaltestelle St-Martin Centre und das Restaurant O-Bar - leider gibt's nur etwas zu trinken, nachmittags ist die Küche geschlossen. Wer Hunger hat, findet 10min weiter bei der Haltestelle St-Martin Poste eine Crêperie und den Edelweiss Market.

Busfahrt ab
St-Martin mit Umsteigen in Fontany zum Übernachtungsort Nax (wenige Kurse)
Kirche in Hérémence
Kirche in Hérémence
Euseigne: Hier treppabwärts
                                      zur Rue du Champclou
Euseigne
La Luette, Brücke über die
                                      Borgne
Brücke bei La Luette
oberhalb La Luette, Aufstieg
                                      im Trockenhang
Aufstieg im Trockenhang
Blick ins Val d'Hérens
Pyramiden im Val d'Hérens
St-Martin VS
St-Martin VS

Gasthäuser und Links


gezeichnet
                                  mit SchweizMobilPlus
5. Tag, 4h40, aufwärts 600m, abwärts 790m, 14,5km
Suen (St-Martin) 1429m - Bisse de Saint-Martin 1703m (1h) - Wasserfassung Bisse de Tsa-Crêta 1770m (1h20) - oberhalb Mase 1641m (40min) - 1689m (- Lac de Vernamiège 1748m) - Le Prarion 1540m (1h) - Nax 1265m (40min)


Mit Bus zurück nach Suen Centre. Im hübschen alten Dorf gehen wir aufwärts zur Route des Mayens, wo wir auf den markierten "Chemin des Bisses" treffen. Spitzkehre nach rechts in die Route des Baules, der wir 7min folgen. Weiter Richtung "Baules", nun auf Natursträsschen. Schöner Blick ins Tal und nach Euseigne, auch die Pyramiden sind deutlich zu sehen. Ab und zu erhalten wir wohltuende Spritzer der Bewässerungsanlagen, welche künstliche Regenbogen erzeugen. Bei der Siedlung Baules gäbe es bereits einen Aufstieg zur Suone, doch wir wollen ihr länger folgen und wandern weiter schräg aufwärts bis zu Punkt 1703. Dort haben wir die Bisse de Saint-Martin erreicht und machen eine Spitzkehre nach links. Die Suone ist aktiv und gut unterhalten. Am Waldrand, immer wieder mit tollem Weitblick, wandern wir ihr entlang.

Bei einer Holzhütte / Picknickplatz, wo wir oberhalb Suen eine Wanderroute kreuzen, beginnt unser Weg etwa 100 Höhenmeter anzusteigen. Dann queren wir den riesigen Wald Combaneire, bis wir am Waldausgang den Bach La Manna kreuzen. Im Uferhang gehts rund 150 Höhenmeter ziemlich steil bergauf zur Bisse de Tsa-Crêta. Interessante Schautafeln berichten über die Bisse, und nicht weit davon befindet sich deren Wasserfassung. Ein schöner Platz zum Rasten, mit vielen Blumen und Aussicht ins Tal. Wir sind nun am Fuss des Mont Noble, den wir über dem Wald aber nicht sehen.

Ein längeres Stück folgen wir der gut unterhaltenen Bisse de Tsa-Crêta, kommen im Wald an mehreren Picknickplätzen vorbei, bis die Suone beim Waldrand oberhalb Mase endet. Wiederum führt unsere Route im Ab und Auf in den Wald hinein, bis wir bei Punkt 1689m entscheiden, den Aufstieg zum Lac de Vernamiège auszulassen (15min kürzer): Ein grasiger, breiter Weg führt ebenaus zu einem Reservoir, trifft wenig später auf ein Strässchen, wo links versetzt der Fussweg am Waldrand weiter führt und nach 70m auf einen markierten Wanderweg trifft, der nochmals kurz einer Suone entlang führt. 5 Minuten später treffen wir wieder auf den Chemin des Bisses Nr.58, der vom Lac de Vernamiège herunterkommt.
Weiter geht es der Waldrand-Suone entlang, dann in den Wald hinein zum Picknickplatz und gedeckten Hütte Le Prarion.

Der Wald oberhalb Nax ist durchsetzt von vielen Wegen; am besten ist, man folgt dem markierten "Chemin des Bisses", der uns zuverlässig aus dem Wald führt. Im oberen Dorfteil könnte man durch Quartiersträsschen abkürzen oder gemäss Chemin des Bisses via Bushaltestelle La Crettaz dorfabwärts nach Nax Centre wandern, wo sich unser Hotel befindet.

In Nax lohnt es sich, zum markierten Aussichtspunkt zu gehen - Traumsicht auf Sion und das Rhonetal, zum Diablerets-Gletscher und auf die Terrasse von Crans-Montana. Nicht weit davon, am Rand des Fussballfelds, befindet sich der Lebensmittelladen mit TeaRoom.
oberhalb
                                      Suen, Blick auf die Pyramiden von
                                      Euseigne, rechts im Hang
                                      Hérémence
Hérémence, Euseigne, Pyramiden
hübsches Plätzchen bei der
                                      Wasserfassung der Bisse Tsa-Crêta
Wasserfassung Tsa-Crêta
Bisse Tsa-Crêta oberhalb Nax
Bisse Tsa-Crêta
schöner Rastplatz im Wald
                                      unterhalb Lac de Vernamiège
schöner Rastplatz
Abstieg nach Nax
Abstieg nach Nax
Nax mit Aussichtspunkt
                                      Richtung Berner Oberland
Nax mit Aussichtspunkt

Gasthäuser und Links


2006: Kurzvariante "Von Dorf zu Dorf" bei Regenwetter
2h50, aufwärts 310m, abwärts 440m, 10 km,
St-Martin - Suen 1429m (15min) - Le Colèt 1560m - Praylet-Kapelle 1534m - Mase 1345m (1h10) - Vernamiège 1301m (45min) - La Fortuna 1320m - Nax 1265m (40min)

sonnenexponierter Weg
                                      ob MaseWanderstart in
                                      St-Martin im RegenWir konnten 2006 in St-Martin übernachten und sind bei Regenwetter unten herum von Dorf zu Dorf gewandert: Die sehr gut erhaltenen alten Walliserdörfer, damals alle mit Einkehrmöglichkeit, machten aus der Route auch bei schlechtem Wetter ein Erlebnis.

Von St-Martin nach Suen auf und parallel zur Strasse, dann auf Wanderweg in den Wald zur Kapelle von Praylet. Nach den Bachüberquerungen führt der Weg nach Mase hinunter. Ab Mase schöner Wanderweg nach Vernamiège (Einkehrmöglichkeit). Weiter auf dem "Chemin Zinalette" aufwärts zu den obersten Häusern.
Beim Wegweiser nach dem Friedhof Vernamiège ebenaus durch Wald und Weiden auf direktem Weg nach Nax.


6. Tag
Eigentlich reizte uns die obere Route via Artillon - wir hörten, sie soll sehr schön sein. Nässe und Nebel liessen es 2006 ratsam erscheinen, den aussichtsreichen Bergweg über Artillon zu streichen und den Normalweg Nr.58 nach La Lé ins Val Réchy zu wandern. Anschliessend sind beide Varianten beschrieben:

Chemin des Bisses No.58: Nax - Bisse Neuf - La Lé - Vercorin, die Normalroute:
total 5h20, aufwärts 740m, abwärts 680m
, gewandert 2005
Nax Centre 1265m - Golfplatz - Beaupain 1248m (40min) - Aussichtsbank 1178m (20min) - Waldrand oberhalb Dailley 1100m (10min ) - Bisse Neuf - Vallon de Réchy 1226m (1h20 ) - Mayens de Réchy 1422m (30min) - Buvette La Lé 1657m (40min) - Bisse de Vercorin - Refuge du Bisse 1603m (45min) - Vercorin 1340m (45min)

Chemin des Bisses Nax
                                                    - La Lé - Vercorin,
                                                    Karte
                                                    SchweizMobilPlusDamals (2006) mussten wir den Wegverlauf noch suchen - heute ist die Route mit Nr.58 markiert. Vom Dorfzentrum Nax folgen wir dem Chemin des Bisses Nr.58 zum Golfplatz. Ab den Golfgebäuden wechselt das Teersträsschen zu einem Feldweg und führt zum Wegweiser Beaupain. Weiter Richtung "Vercorin". Ein schmaler Pfad führt in den Wald hinein, quert die steilen Hänge im steten Auf und Ab und endet bei einem Aussichtsbänklein mit Sicht ins Rhonetal und zum Wildstrubelmassiv.

Ziemlich steil geht es durch den Wald bergab, doch nicht ins Dorf Dailley hinunter. Schräg abwärts erreichen wir auf unserer Route 58 den Waldrand. Sie führt oberhalb der ersten Häuser dem Waldrand entlang und folgt dann - wieder im Wald - ein Stück der Bisse Neuf. Dabei wird die Strasse schräg gekreuzt. Wo ein Wanderweg von unten heraufkommt, folgen wir ihm kurz aufwärts bis nach der S-Kurve.

  • Umleitung 2023: Auf der SchweizMobil-Karte war die Normalroute Nr.58 ins Vallon de Réchy bis Ende August 2023 wegen Bauarbeiten gesperrt. Man musste im Wald zur 200m tiefer liegenden Bisse de Grône ob Iltravers hinunter gehen; dann Spitzkehre ins Vallon de Réchy hinein. Wegen dieses Umwegs verlängerte sich die ganze Route Nax - Vercorin auf 5h50, +880, -830m

Auf dem normalen Weg geht es so weiter:
Wo wir auf ein Fahrsträsschen treffen, sind wir eingefädelt auf dem Weg ins waldreiche Val Réchy. Für längere Zeit wandern wir nun auf dieser leicht ansteigenden Route um den Waldhang herum Richtung "Vallon de Réchy". Nach 10 Minuten wechselt der Hartbelag in eine Naturstrasse, die spektakulär den Felswänden entlang führt. Wo sich das Tal verengt, haben wir Réchytal erreicht (Sitzbank).

Nach der Brücke führt ein grob betoniertes Strässchen, meist mit Grasmittelstreifen, sehr steil talaufwärts nach Mayens de Réchy, einer abgelegenen Feriensiedlung.

  • Variante: Ab Mayens de Réchy gäbe es einen nicht getesteten unteren Wanderweg nach Vercorin (1h50)

Wir aber bleiben auf dem Chemin des Bisses steigen weiter talaufwärts bis La Lé. Der Wald lichtet sich, Eringerkühe sieht man in grosser Zahl auf der Weide, einen grossen Wasserfall im Taleinschnitt. Dort treffen wir auf die Bisse de Vercorin neben der Buvette La Lé. Mitten im Sommer wird hier Fondue genossen und ringsherum gerastet.

Die Route Nr.58 trifft bei der Buvette La Lé mit der hier beschriebenen oberen Variante via "Artillon" zusammen.


Fortsetzung für beide Varianten ab Vallon de Réchy:  La Lé - Bisse de Vercorin - Vercorin (1h30)
Nachdem wir eine Woche lang nur wenige Wanderer angetroffen haben, ändert sich das nun ab der Buvette La Lé. Die Bisse de Vercorin führt Wasser und ist sehr gut unterhalten. Die Wege sind voller Lärchennadeln und meist flach, manchmal wurzeldurchsetzt und etwas steinig und eignen sich gut für Familien mit Kindern (ohne Kinderwagen). Kurz, eine Genusstour zum Abschluss!

Beim Parkplatz und Refuge du Bisse ist der schöne Weg zu Ende. Zum Abschluss dreht sich ein Wasserrad mit Glockenschlag. Nach einem Stück Kiesstrasse könnte man links dem blauer Pfeil zur Bisse hinunter folgen oder auf dem Kiessträsschen bleiben (der 5-minütige Abstieg ist sehr steil, wurzlig und unbequem. Unten im Waldsaum folgt er für 10 Minuten der Bisse und mündet wieder in das Kiessträsschen ein). Auf diesem weiter bergab, immer Richtung "Vercorin". Die Route ist während der letzten Viertelstunde geteert, macht einen Knick und führt schliesslich auf dem "Chemin du Désert" nach Vercorin hinunter.

  • Vercorin hat Seibahnverbindung mit dem Rhonetal (Chalais) oder Postauto nach Sierre
  • Karte: Chemin des Bisses Nax - Vercorin: https://map.schweizmobil.ch

Buvette La Lé im Val
                                              Réchy
Buvette La Lé, Val Réchy
Buvette La Lé im
                                              Vallon de Réchy
Buvette La Lé
Bisse de Vercorin
Bisse de Vercorin
Bisse de
                                                  Vercorin
Bisse de Vercorin
Vercorin
Vercorin

Der obere Weg via Artillon - unsere Variante 2023:
  • Um den langen Aufstieg teils auf Teersträsschen abzukürzen, fuhren wir mit Nax Excursions von Nax bis zum Ende des Hartbelags Nähe Alpage Bouzerou auf 1600m hinauf (CHF 50 für 5 Personen), Zeitgewinn 1h45
  • Bouzerou - Artillon - La Lé - Vercorin, total 3h50, aufwärts 440m, abwärts 740m, Karte der abgekürzten Route: https://map.schweizmobil.ch
  • Dieser obere Weg über Artillon war für uns landschaftlich ein Traum - er ist als Bergweg markiert, folgt bis La Lé aber nicht dem "Chemin des Bisses Nr.58"  

Nax - Bouzerou - Artillon - La Lé - Vercorin,  total 5 h, aufwärts 800m, abwärts 750m

Nax Centre 1265m - Abzweigung 1376m - Mühlrad 1385m - Mayens-de-Nax, télécabine 1506m (1h15) - Wegweiser Bouzerou Alpage, Schutzunterstand La Béchette 1712m
(45min) - 1837m - Weiher La Gouille - 1951m - Artillon 1932m (1h) - La Lé 1657m (35min) - Bisse de Vercorin - Refuge du Bisse 1603m (45min) - Vercorin 1340m (45min)

mit
                                        Taxi abgekürzte Route via
                                        Artillon - La Lé - Vercorin,
                                        Karte SchweizMobilPlusAufstieg Nax - Alpage Bozerou zu Fuss:
Zunächst gilt es, ab Nax zur letzten Haarnadelkurve der Strasse vor der Talstation der Télécabine aufzusteigen.
Ab Zentrum Nax folgt man zunächst dem Wanderweg Richtung „Mont Noble“ bis zum Punkt 1376 Mayens de Nax, wo man rechts abzweigt, um auf dem Kiessträsschen Crettasson die Höhe etwa haltend zum Punkt 1410 der Strasse zu gelangen. Bei Punkt 1385 ziert unterwegs ein grosses Mühlrad das darunter liegende Gebäude. Weiter auf der Strasse zur letzten Haarnadelkurve vor der Seilbahnstation Mayens-de-Nax.

Dort zweigt links ein Strässchen ab Richtung „Bouzerou Alpage“. In mässiger Steigung geht es nun kontinuierlich aufwärts, meistens auf Hartbelag. Auf 1600m vor der Alpage Bouzerou geht es in einen Kiesweg über. Bis hieher fuhren wir 2023 mit dem Taxi hinauf.


Verzweigung "Alpage Bouzerou":
  • Direkt neben dem Wegweiser befindet sich die private, geschlossene Hütte La Béchette, dazu ein offener Unterstand, wo auch eine grössere Gruppe vor Regen und Sonne geschützt ihr Picknick einnehmen darf - wenn sie alles sauber hinterlässt.
  • Falls die Buvette der Alp Bouzerou offen ist, könnte man einen 5-minütigen Abstecher dorthin einplanen.

Der Wegweiser Bouzerou Alpage ist Startpunkt des „Sentier Nature“, der jetzt begangen wird und entlang welchem Stelen die Tier- und Pflanzenwelt des hier beginnenden Schutzgebiets erläutern. Der zutreffende Wegweiser zeigt nach „Artillon“ und „La Lé“, die Richtung stimmt aber nur für die nächsten 10m, wo die erste Stele in einer Spitzkehre nach rechts zu umrunden ist. Zunächst in Alpwiesen mit mächtigen Lärchen steigt es nun steil an bis zur Hütte beim Punkt 1837m und später zur Verzweigung beim Weiher La Gouille. Unterwegs gibt es immer wieder Ausblicke ins Rhonetal und die nördlich liegenden Gipfel.

Weiter geht es in einem urtümlichen Wald bergauf, teilweise steil, aber nie gefährlich; der Weg ist mit Lärchennadeln angenehm gepolstert. Die Lichtung um Punkt 1951 als höchster Punkt des Abschnitts mit toller Aussicht eignet sich für eine kurze Rast inmitten von Heidelbeersträuchern, Lärchen und Föhren. Wenige Minuten später wird das Alpgebäude von Artillon erreicht.

Mit mässigem Gefälle geht es durch wunderschönen, moosigen, felsdurchsetzten Wald hinunter - selten haben wir einen Abstieg so genossen! Unten bei der  grossen Lichtung bei La Lé im Vallon de Réchy weiden Eringerkühe unter dem grossen Wasserfal. Wir queren zur Buvette de la Lé, wo wir mitten im Sommer das legendäre Fondue geniessen. La Lé ist gleichzeitig Start der Bisse de Vercorin (siehe oben, Fortsetzung ab La Lé).
  • Umweg oberhalb Vercorin: Wer - wie wir - noch nicht genug von den Suonenwegen hat, folgt weiter der Bisse de Vercorin. Sie führt oberhalb Vercorin dem Waldrand entlang, von wo verschiedene Abstiege ins Dorf markiert sind.

Einkehrmöglichkeit und Links:




Gasthäuser und Links

Abstieg ins Tal:

  • 3h10: Abstieg zu Fuss ins Tal: Vercorin 1340m - Chapelle du Bouillet 1032m - Brie de Chippis 975m - Bisse de Ricard - Chippis 570m - Sierre 534m

7. Etappe:
Vercorin - Grimentz: Bisse des Sarrasins und Grand Bisse de St-Jean, gewandert 2018 (und 2023 bis Fang)

5h40m, aufwärts 950m, abwärts 680m
Vercorin 1322m - 1160m (30min) - Crouja 1050m (20min) - Bisse des Sarrasins - Les Voualens 1019m (30min) - 2.Abzweigung Fang (35min) - Pinsec 1289m (1h15) - vor Mayoux 1190m (30min) - Brücke Torrent de Mayoux 1300m - Grand Bisse de St-Jean - St-Jean 1370m (50min) - Grimentz 1562m (1h10)
  • Diese letzte Etappe ist mit den vielen Auf und Ab's ziemlich anstrengend und lang, doch sehr lohnenswert. Ausserdem gibt es an vielen Stellen Abzweigungen, um früher auf's Postauto zu gelangen, zum Beispiel nach Fang oder Vissoie.
  • Schwierigkeit: Die Route ist als T1 (gelber Wanderweg) markiert. Trotzdem - trittfest solte man sein! Einige Wegstrecken queren steile Hänge auf schmalem Pfad, wo Stolpern fatal enden könnte.
  • 2023 sind wir eine abgekürzte Route gewandert: Vercorin - Les Voualens - Fang Bushaltestelle, 3h, aufwärts 400m, abwärts 630m. Karte: https://map.schweizmobil.ch
Wegweiser
                                            VercorinIn Vercorin folgen wir dem Wegweiser Richtung "Pinsec 3h". Zunächst wandern wir dem sonnigen Trockenhang von Les Crètes entlang, der auf einer "Tour du Mont" umrundet werden könnte. Nach zehn Minuten zweigt unsere Route halbrechts ab, hinunter zur Fahrstrasse, die wir auf 1160m kreuzen. Eine Tafel weist darauf hin, dass es bis Pinsec keine Einkehrmöglichkeiten oder Brunnen hat. Die einzige Möglichkeit wäre, bei der Abzweigung Crouja dem oberen Weg zu folgen
Umweg: Wer einkehren möchte, folgt bei der Abzweigung Crouja 1050m dem oberen Weg. Er ist eine Viertelstunde länger, führt an der Buvettes des Voualans 1148m vorbei und mündet weiter vorn wieder in den Chemin des Bisses. 
Wir aber bleiben auf dem unteren Weg, der Nr.58 folgend: Fünf Minuten später ignorieren wir einen abwärts führenden Pfad, unsere Route dreht rechts ab, dem Waldhang entlang. Wir sind nun auf der Höhe der ehemaligen Suone und erfahren Spannendes über deren Bau. Kurz danach teilt sich der Weg:
  • "Chemin facile": Oben herum führt der gelb markierte leichtere Normalweg.
  • rot/weiss markiert (T3): Unten herum sind die nächsten 10 Minuten abenteuerlich: Hier sollte man trittfest und schwindelfrei sein. Stöcke am besten in den Rucksack packen - sie sind eher hinderlich, um sich sich gut an den Kabeln und Griffen zu halten. Der spannende, kettengesicherte Weg führt um ein paar senkrechte Felsen herum.
Wieder auf gemeinsamem Weg, wandern wir auf ebenen Waldwegen bis Les Voualens. Richtung "Fang" gibt es bereits einen ersten Abstiegsweg (Fang, 1h30) - das wäre aber schade, denn nun beginnt der spannendste Teil der Bisse des Sarrasins: Auf angehängten Stegen mit massivem Geländer wird man an senkrechten Felsen entlang geführt (teilweise Steinschlaggefahr). Einmal muss man abenteuerlich unter einem Felsen hindurchkriechen (siehe Foto)! Dazwischen gibt es schmale Pfade am steilen Hang, wo man vorsichtig gehen und trittfest sein sollte. Unterwegs gibt es immer wieder Lehrtafeln mit interessanten Informationen.
  • Wo die Stege zum zweiten Mal enden, gibt es eine zweite Abstiegsmöglichkeit ins Tal und Wiederaufstieg nach "Fang Postauto, 55min" (unsere abgekürzte Route 2023 Vercorin - Fang, total =3h)
Der Chemin des Bisses Nr.58 führt weiter dem Waldhang entlang, an "beringten Kiefern" vorbei (die Arbeit von Spechten). Kurz vor der "Prise d'eau" endet der ebene Suonenweg. Über eine seilgesicherte Holztreppe steigt man an der Wasserfassung vorbei waldaufwärts. In steilen Kurven erreicht man das hübsche Dorf Pinsec (Busverbindung, wenige Kurse - bessere Verbindungen gibt es vom Gegenhang in Vissoie).

Nun Richtung "Mayoux", steil abwärts zum Bach Torrent de Pinsec. Unten führt ein ebener Weg mit Blick aufs Zinalrothorn durch Wiesen und Wald an den Weilern Les Fios und Les Tramplans vorbei. Wer das hübsche Dorf Mayoux besuchen will (kleiner markierter Umweg), kann bei der Verzweigung geradeaus weitergehen). Der Chemin des Bisses steigt schräg aufwärts, quert bei der Bushaltestelle Mayoux-Frasses die Strasse und führt dem Hang entlang aufwärts zum Torrent de Mayoux. Kurz steil aufwärts zur Brücke. Nach deren Überquerung folgen wir für eine Weile der Grand Bisse de Saint-Jean.

Schöne Strecke der wasserführenden Suone entlang, mit Sicht auf die Schneeberge und ins Val d'Anniviers. Neben der Kapelle im oberen Dorfteil von St-Jean lädt eine Ruhebank zur Pause ein.
  • Abkürzungsmöglichkeit: Im unteren Dorfteil gibt es ein Bistro und die Bushaltestelle "St-Jean VS Village"
Wir folgen weiter der Grand Bisse de St-Jean, bis wir sie bei der Brücke über den La Gougra-Bach verlieren. Bereits sehen wir oberhalb die Häuser von Grimentz. Der Weg führt links vom Bach talaufwärts, führt dann über ein Brücklein und im Gegenhang zum Dorf hinauf. Es wäre schade, bei der Bushaltestelle "Grimentz, place du Mélèze" abzubrechen.
Wir steigen dem Bach entlang steil aufwärts in den Dorfkern, den wir mit Vergnügen queren, an blumengeschmückten Walliserhäusern und vielen Läden und Restaurants vorbei. Die obere Bushaltestelle Grimentz, Carovilla befindet sich am Ende der "Ladengasse" unterhalb der Strassenkurve.


Links
im sonnigen Trockenhang
                                    unterhalb Vercorin,
Trockenhang unterhalb Vercorin
Bisse des Sarrasins
Bisse des Sarrasins
Bisse des Sarrasins
gesicherte Stege
Kriechen ist angesagt! Bisse de
                                  Sarrasin
Engstelle auf dem Steg
Blick zum Gegenhang: Fang im Val
                                  d'Anniviers
Fang im Gegenhang
Grand Bisse de
                                    Saint-Jean
Grand Bisse de Saint-Jean
Grimentz,
                                    Blick ins Val d'Anniviers
Grimentz, Val d'Anniviers

Rückmeldungen:

verkürzte Route Chemin des Bisses, 3 - 4 Tage, von Ruedi Flueler, Dez.2022 "

1. Nendaz - Planchouet
Reise mit Zug und Bus nach Haute Nendaz, Wanderung und Uebernachtung „Auberge les Bisses, Planchouet“. Kleines, gemütliches Restaurant, sehr nette und zuvorkommende jüngere Leute. Im 1. Stock etwa 3 Zimmer mit Doppelbett, 1 Bad für alle Gäste. Ich war alleine zum Uebernachten. Das Hotel Siviez im Gebiet Super Nendaz existiert nicht mehr. Dort oben hat es einen grossen Bau mit Appartements gegeben.

2. Planchouet - Mayens de Sion
Planchouet – Veysonnaz – Mayens de Sion, Les Plans. Uebernachtung: „Relais des Mayens de Sion, Les Plans. Kleineres Familienhotel, direkt an der Route 58.

3. Mayens de Sion - Eison
Les Plans – Hérémence – Pont de Letévèno – Euseigne – (aufgrund der hohen Temperaturen, mit Bus nach Luette) – St. Martin. Das B+B Chalet Gai Soleil existiert nicht mehr, altershalber aufgegeben.
So habe ich den Bus genommen nach  Eison. Uebernachtung: Pension Pas de Lona, Eison. Doch auch das ist unterdessen dauerhaft geschlossen.


4. Bus Eison - Mase, Heimreise
Vorgesehen habe ich, dass ich erst in Nax das Postauto für die Rückreise nach Zürich besteige. Der Tag 3 war jedoch derart heiss und ging auch in die Knochen, dass ich nach dem Frühstück in Eison den Bus nahm und bis nach Mase fuhr. Dort habe ich in aller Ruhe das schöne Walliser-Dorf besichtigt und 2 Stunden später den Bus direkt nach Sion und Zug nach Zürich nahm.


Bea Jung, 2018:
"Wir haben vom 1.- 4.2018 zwei Drittel des Chemin des Bisses ab Veysonnaz bis nach Grimentz gewandert. Mein Fazit:
Ich habe mich an der Routenführung von Schweiz Mobil orientiert. Da die dort vorgeschlagenen Tagesetappen etwas unausgeglichen sind (zwischen drei und acht Stunden!), habe ich mich bemüht, Etappen von etwa gleicher Länge zu planen. Wir haben rund zwei Drittel (64 km, 3’273m Aufstieg, 3’015m Abstieg) der Original-Route gewandert. Ich hatte gedacht, dass man mehr entlang der alten Wasserwege wandert. Insgesamt ist es aber eine sehr lohnende Weitwanderung, auch wenn wir den Anfang aus organisatorischen Gründen ausgelassen hatten. Die letzte Etappe (Bisse des Sarrasins und Grande Bisse de St-Jean) von Vercorin nach Grimentz ist absolut sensationell!"


Links
Karten und Bücher

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