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Nr. 442
Tageswanderung 
Zürcher Oberland
Webcam Hörnli
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Turbenthal, Besenbeiz Schwändi, Unter Schlatt, Kollbrunn
Anreise: Bahn nach Turbenthal ZH  (9-Uhr-Pass)
Rückreise: Bahn ab Kollbrunn-(Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Turbenthal - Hutzikertobel - Schauenberg - Tüfels Chilen - Kollbrunn

  • Zum Hausberg von Winterthur, dem Schauenberg, der fast jedes Zürcher Schulkind von einer Schulreise her kennt, gibt es unzählige Routen; er zählt zu den schönsten Aussichtsbergen im Zürcher Oberland. Der bequemste Aufstieg ist ab Girenbad (Tageswanderung Nr.441). 
  • Heute wählen wir eine längere Route und durchwandern zwei lauschige Tobel - harte Nagelfluhbänke sowie vom Wasser ausgewaschene weiche Sandstein- und Mergelschichten sowie der bemooste Tuffsteinbruch "Tüfels Chilen" beflügeln die Fantasie
  • Orchideen und Türkenbund-Lilien im Hutzikertobel
  • Gewandert: April 2007, Mai 2009 + Mai 2011
    Aussicht vom Schauenberg


    4h20, aufwärts 410m, abwärts 470m
    Turbenthal 550m - Hutziker Tobel - Schauenberg 892m (1h30min) - Schwändi 772m (25min) - Hand 757m - Brücke Unter Schlatt 641m (40min) - Röhrlitobel - Giessen Bäntal (35min) - Abstecher Tüfels Chilen 580m (15min) - Koppenholz - Kollbrunn 493m (55min)

    Von Turbenthal gehen wir durch die Bahnhofstrasse zur Schulstrasse, wo drei verschiedene Routen zum Schauenberg angegeben sind - wir gehen nach links Richtung "Hutziker Tobel". Rund 10 Minuten nach unserem Start zweigt rechts der Pfad ins Hutziker Tobel ab, dem Bach entlang. Schöner Weg durch das wilde Tobel; Wasserfälle und Brücklein, Orchideen, Türkenbund (Mai/Juni), Natur pur!

    Nach einer halben Stunde weitet sich der Pfad und teilt sich (nach rechts könnte man via "Schnurrberg" aufsteigen, ca. 15min länger). Wir halten die Richtung und folgen dem Kiessträsschen bergauf. Es kurvt um den Hang herum und mündet in ein Teersträsschen, das nach 300m zum Parkplatz am Waldrand führt, wo sich die beiden Routen treffen.

    Der Schlussaufstieg zum Schauenberg folgt nicht der Schauenbergerstrasse, sondern den gelben Markierungen ebenaus in den Wald hinein. Dort zweigt bald ein schmaler, steiler Pfad ab, der uns zum Gipfel des Schauenbergs führt. Bei guter Sicht ist die ganze Alpenkette zu sehen; in der Burgruine steht eine Panoramatafel mit den Namen dazu. Ruhebänke und Ruinenmauern locken zur Rast.

    Heute gehen wir Richtung "Kollbrunn", der Naturhecke entlang. Im Wald auf die Markierung achten; nach 5 Minuten zweigt ein Wurzelpfad links ab und führt steil bergab (wer lieber sanft abwärts wandert, kann auf dem Kiessträsschen bleiben - es macht einen weiten Halbkreis).

    Unten gehts nach links zum Weiler Schwändi. Bei unserer Tour gab es vor dem Haus Süssmost (und selbstgemachte Konfitüre) zur Selbstbedienung. Kurz nach Schwändi, am Waldrand, teilt sich der Weg (nach links ginge es in einer Viertelstunde nach "Gyrenbad", Postautohaltestelle und Gasthaus, von dort zurück nach Turbenthal). Wir bleiben auf dem Höhenweg, halten noch kurz die Richtung und drehen dann nach rechts in den Wald hinein, den wir durchqueren und bei der grossen Linde (Bushaltestelle "Hand") die Fahrstrasse kreuzen. Unsere Route schlängelt sich über eine Kuppe durch schattigen Nadelwald.

    Bei einem Ruhebänklein am Waldrand sind 3 Wege nach "Kollbrunn" angegeben, Wanderzeit zwischen 1h35 und 1h25: via "Unter Langenhard", oder "Ober Langenhard/Tüfels Chilen" (Tageswanderung Nr.441a)  

    Wir aber wollen durch das Röhrlitobel wandern und folgen dem Weg Richtung "Unter Schlatt" auf dem Treppenweg waldabwärts. Beim öffentlichen Schwimmbad treten wir aus dem Wald und gehen zur Brücke am Dorfrand von Unterschlatt. Die Wanderroute Richtung "Kollbrunn" biegt links ab, 5 Minuten der Strasse entlang .

    Wieder im Wald, führt rechts der "Wasserlehrpfad Töss 91" zum Bäntalbach hinunter. Im romantischen Röhrlitobel sind Mergel- und Nagelfluhfelsen zu bewundern - man wähnt sich in einer anderen Welt. Sämtliche Abzweigungen ignorieren. Beim Wegweiser Giessen Bäntal überrascht ein schöner Wasserfall. Ungefährliche Plätzchen am Bach eignen sich zu einer Pause.

    Rund 10 Minuten  nach "Giessen", beim Picknickplatz und der Verzweigung "Tüfels Chilen", lohnt sich der Abstecher zum Naturwunder Tüfels-Chilen (44 Treppenstufen, 5 Minuten). Der frühere Tuffsteinbruch ist heute voller Moos und wird von herabfallendem Quellwasser gespeist. Der Ort gilt als Kraftort und strahlt eine einzigartige Faszination aus. Wer die Treppen zu den Quellen des Wasserfalls hinaufsteigt, findet oben einen grossen Picknickplatz mit Feuerstelle.

    Zurück am Bäntalbach, führt der Weg talabwärts Richtung "Kollbrunn". Nach 10 Minuten haben wir nochmals zwei Varianten zur Auswahl:


    Spannender ist der Gratweg "Kollbrunn, 40min". Er steigt rechts rund 40 Höhenmeter auf und folgt dem wurzligen Bolsterengrat durch das Koppenholz (Trittfestigkeit erforderlich). Beim Waldausgang treffen wir auf ein höher gelegenes Quartier von Kollbrunn, das wir nach links queren (kurz bergab und die zweite Strasse 400m nach links - bis zur Kurve am Waldrand). Im Hangwald senkt sich ein Spazierweg direkt zur Station Kollbrunn hinunter.

     
    Hutzikertobel
    Hutzikertobel
    Türkenbundlilien im
                  Hutzikertobel Anfang Juni
    Türkenbund-Lilien
    Schauenberg
    Schauenberg

    Wasserfall im Bäntal
    Tüfels-Chile
    Tüfels-Chilen

    Wegweiser
                SchauenbergVarianten
    So entsteht Tuffstein:
    So entsteht der Tuffstein: Im Chrüzlibachtobel kann an verschiedenen Stellen beobachtet werden, wie sich Tuffstein bildet. Das ist eigentlich gar kein richtiger ‘Stein’. Wenn sich rund um eine Quelle ein Moosteppich bildet und es sich um eine kalkhaltige Quelle handelt, was in unser Gegend fast immer der Fall ist, so setzt der Kalk an den einzelnen Moospflänzchen an und überzieht diese. Sie sterben ab, aber an ihren Spitzen wachsen sie immer wieder weiter. So bildet sich nach und nach ein brüchiger, mit Löchern durchsetzter Tuffstein.
    aus "https://www.zurzibiet.net"

    Gasthäuser
    • Turbenthal: Hotel-Rest.Schwanen, Bahnhofstr.2, Tel. 052 385 15 03
    • Schnurrberg: Alpwirtschaft Schnurrberg, Tel. 052 385 13 23, Mi/Do geschl. (liegt auf 700m, Umweg ab Hutzikertobel). "Hat uns sehr gut gefallen. M.B., 2018"
    • Schwändi: Imbiss-Stand beim Bauernhof (Wochenende?)
    • Unter Schlatt: Kiosk in der Badi
    • Unter Schlatt: das Restaurant Frohsinn ist geschlossen
    • Kollbrunn: Rest.Frohsinn, Tel. 052 383 11 90, beim Bahnhof, Mo geschl.
    Links
    Karten und Bücher
    • 1:50'000 Wanderkarte Blatt 216T, bei https://shop.swisstopo.admin.ch/
    • Digitale Karte: https://map.wanderland.ch, Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten und ÖV-Haltestellen
    • "Magisches Zürich", Wandern zu Orten der Kraft (Tüfels Chilen), AT-Verlag, bei Amazon.de
    • "Wasserwunder - 22 verwunschene Tobelwanderungen im Kanton Zürich", mit Wegbeschreibungen und tollen Fotos, bei Amazon.de
    • "Naturdenkmäler der Schweiz", das grosse Wander- und Erlebnisbuch, bei, Amazon.de
    • "Zürich zu Fuss - durch Stadt und Land", mit Aquarellen und gezeichneten Plänen liebevoll illustriert, bei https://verlagambach.ch
    Wanderungen in der Gegend

    Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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