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Nr. 798
Tageswanderung 
Solothurn
Webcam OltenWebcam Olten
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Olten, Kappel SO
Anreise: Bahn nach Olten
Rückreise: Bus Kappel Schulhaus oder Kreuz nach Olten (Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Olten - Born - Bornchrütz - Kappel SO

  • Aussichtskanzel über Olten; Sicht über das Wiggertal bis zu den Alpen
  • Aufstieg über Gratwege, teils auf Jurakalk (bei Nässe rutschig), teils auf weichen Waldwegen
  • Idyllischer Kraftort bei der Bornkapelle
  • Zusatzvariante ab Bornchrüz bis Fulenbach SO, 2h10
  • Gewandert: April 2010 und März 2026
  • "Der Wanderweg ist Teil der 9. Solothurner Waldwanderung (https://so.ch/verwaltung/volkswirtschaftsdepartement/amt-fuer-wald) mit vielen informativen Tafeln. So erfährt man z.B. gegen Ende der Tour, dass die Gemeinde Kappel beim sogenannten Amerikanerschlag von der Obrigkeit die Erlaubnis erhielt, zusätzliches Holz zu fällen, um mit diesem Erlös mittellosen Einwohnern die Auswanderung nach Amerika zu finanzieren" (Hinweis von Esther K. Mai 2020 - vielen Dank!)
 

2h50, aufwärts 400m, abwärts 370m
Route: Olten Bahnhof 396m - SBB-Brücke Süd - Chliholz 402m (30min) - Born 690m (1h10) - Heideloch - 1000-Stägli - Chänzeli - Ehrenbürgerbänkli - Bornchrütz 555m (50min) - Kappel 425m (20min)

Start der Wanderung ist der Brunnen an der Aare am Ausgang der Bahnhof-Unterführung Olten. Dem Aareuferweg gehts zur alten gedeckten Holzbrücke.


Ab der Holzbrücke führt der Wanderweg Richtung "Born" weiter dem Ufer entlang bis nach der Bahn-Brücke. Auf einem separaten Fussgängersteg überqueren wir die Aare. Auf der andern Seite wandern wir auf dem hübschen Uferweg mit den moosigen Mauern dem Aareufer entlang und aufwärts zum Wegweiser Chliholz am Waldrand

Nach Querung der Strasse beginnt ein schöner Waldweg bergauf. Bald geniessen wir einen schönen Blick auf Olten. Einzelne Rillen zeugen davon, dass auch Biker diesen Weg benützen. Bei einem ersten Aussichtspunkt auf dem Oltnerberg blicken wir senkrecht auf die Aare und das vielbefahrene Eisenbahngleis hinunter. Über dem gegenüberliegenden Waldhang thront die Ruine Wartburg und das Sälischlössli.

Unser Gratweg führt nun ziemlich hart dem Abgrund entlang waldaufwärts; gefährlich ist er zwar nicht, wenn man auf dem Weg bleibt, doch Kinder würde ich zur Vorsicht mahnen. Teilweise wandert man auf Jurakalk, der bei Nässe rutschig wird - bergauf ist das aber kein Problem. Speziell sind die vielen Eiben, welche den Weg säumen. Wurzeln, Steine und weiches Laub wechseln als Unterlage ab. Schliesslich erreichen wir den höchsten Punkt der Wanderung, den Born. Nach einem kurzen Abstieg, bei der Verzweigung Born 655m, bleiben wir auf dem Gratweg.

Nach einem schönen Wegstück im leichten Auf und Ab durch lichten Buchenwald treffen wir auf einen markanten Felsspalt, das Heideloch. In der Nähe mündet eine schnurgerade, lange Treppe von Aarburg her in unseren Gratweg ein - sportliche Einheimische bewältigen dieses "1000-Stägli" als tägliche Herausforderung. (Die Bornstiege wurde entlang der Druckleitung des inzwischen zurückgebauten Hochdruck-Speicherkraftwerkes gebaut und 1904 in Betrieb genommen, sie darf nur aufwärts benützt werden). Nebenan gibt es einen Picknickplatz mit mehreren Feuerstellen.

Der Aussichtspunkt Chänzeli ist fünf Minuten später erreicht - bei guter Sicht könne man hier über das Mittelland bis in die Alpen sehen. Auf jeden Fall lohnt sich hier eine Pause.

Als schmaler Pfad schlängelt sich unsere Route zwischen Haselstauden ebenaus dem Hang entlang (nach 10 Minuten nicht abwärts Richtung "Aare"!). Der Pfad mündet in eine grasige Naturstrasse, auf der wir später aus dem Wald gelangen. Leider ist die Autobahn nicht zu überhören. Einem Ruheplatz vorbei, gestiftet von den Kappeler Ehrenbürgern, gehts kurz geteert zum Wegweiser Bornchrütz, wo wir uns entscheiden müssen:

Wir wählen den ruhigeren Weg Richtung "Kappel", an der nahen Bornkapelle vorbei. Sie steht beim Wetterkreuz und wurde 1869 erbaut; die mächtigen Linden mussten neulich ersetzt werden. Ein Stationenweg führt von Kappel herauf, dem wir nun abwärts folgen. Durch Wald und Wiesen gehts abwärts zum oberen Dorfrand von Kappel. Den Markierungen entlang gelangen wir zur Haltestelle Kappel SO Schulhaus.

Olten

Gratweg, Blick auf Aare

steiniger Wegabschnitt
Eibenwald Oltnerberg, März 26
Eibenwald Oltnerberg

Gratweg
Born, Heideloch, Felsenhöhle
Born, Felsenhöhle Heideloch
Born-Chänzeli
Born-Chänzeli
Bornkapelle, April 2010
Bornchrüz, Bornkapelle


Zusatzvariante Bornchrüz - Boningen - Fulenbach SO

Bornchrüz 555m - Bus Boningen Kreuzplatz 422m,
Wirtshaus St Urs (30min) - Allmendweiher - Naturreservat - Baustoffzentrum Ischlag (30min) - Umleitung - Aufforstgebiet, Wegweiser Gradweg 425m (30min) - Fulenbacher Waldhaus (10min) - Hölzli - Bus Fulenbach Boningerstrasse (20min) - Bus Fulenbach Höchi - Bus Fulenbach Altes Schulhaus, Gasthaus Linde 424m (10min)

Von der Kapelle gehen wir die paar Schritte zum Wegweiser Bornchrüz zurück und wandern auf Wiesenpfad
abwärts in Richtung Wald. Weiter abwärts durch ein Waldstück bis zum eingezäunten Christbaum-Areal Hochrüti, das wir ebenfalls durchqueren. Im Fülerfeld kommen wir aus dem Wald, folgen den gelben Markierungen bis zum Verzweigung, wo wir scharf nach links Richtung "Boningen" drehen. Auf Wanderwegen geht es durch das Fülerfeld (bei der Verzweigung die Richtung halten); der Lärm der Autobahn kommt immer näher. Schliesslich führt ein Teersträsschen steil abwärts, führt unter der Autobahn hindurch, und schon sind wir in Boningen. Beim Kreuzplatz könnten wir den Bus nach Olten besteigen, was aber schade wäre. Schräg gegenüber lockt das geschichtsträchtige Wirtshaus St Urs, das einen Besuch wert ist. Auch beim Hofladen vis-à-vis sollte man vorbeischauen, nur schon wegen dem hausgemachten Bauernbrot

Karte SchweizMobilPlus Olten - Fulenbach Wir wandern noch weiter Richtung "Fulenbach". Nach einer Kapelle kommen wir zum Boningerbach; ihm entlang gehts zu einem grossen Spielplatz am Waldrand. Noch ein Stück dem Bach entlang, dann die Richtung haltend bis zum Allmendweiher, wo wir nach links abbiegen.

Grossräumig wird in der ganzen Gunzger Allmend Kies abgebaut - der Weiher und weitere Naturreservate sind so entstanden. Rund 10 Minuten bleiben wir auf diesem Weg, wobei wir eine lange Förderanlage unterqueren. Sie führt zum riesigen Baustoffzentrum, wo das Gestein sortiert, gemahlen und weiterverwertet wird. Beim Naturreservat ist eine Umleitung signalisiert: Wir umwandern das Baustoffzentrum und gelangen nach zwei Richtungsänderungen in den Wald. Alles ist gut signalisiert; nach wenigen Minuten treffen wir auf den ursprünglichen Wegverlauf durch den Wald. Die Route dreht rechtswinklig ab, führt leicht aufwärts zum Aufforstungsgebiet mit dem Wegweiser Gradweg. Spannende Infotafeln zu den verschiedenen Baumsorten, die kommende wärmere Zeiten gut überstehen sollen.

Der Pfeil "Fulenbach" führt uns links in den Wald hinein; 10 Minuten später kommen wir am Fulenbacher Waldhaus vorbei, wo man eine Pause einschalten kann. Nochmals gehts ein Stück durch den Wald; beim Banacker treten wir ins Offene. Am Hölzli vorbei wandern wir zu den ersten Häusern von Fulenbach (unterwegs stimmt die Markierung nicht mit der SchweizMobil-Karte überein, der wir folgen; der Weg ist zwar geteert, weist aber fussfreundliche Kiesränder auf (bravo!).

In Fulenbach gibt es in 5-min-Abständen Bushaltestellen; die erste (Fulenbach Boningerstrasse) befindet sich gleich links von der Einmündung unseres Weges in die Hauptstrasse. Da es fahrplanmässig nicht passt, laufen wir dem Trottoir entlang am Bushäuschen Höchi vorbei bis zum Alten Schulhaus, wo es im Spielpark ruhige Sitzbänke hat und nebenan das Gasthaus Linde für einen Schlusstrunk lockt.

Wirtshaus St.Urs, Boningen
Wirthaus St.Urs, Boningen
Naturreservat Boningen
Naturreservat Boningen
Baustoff- / Kieswerk Boningen SO
Baustoffzentrum Boningen
Aufforstung Boningen, Infotafel
Aufforstungsgebiet Boningen
Fulenbacher Waldhaus
Fulenbacher Waldhaus
Linde Fulenbach
Restaurant Linde, Fulenbach SO
Gasthäuser am Weg
Links
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