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![]() zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus |
3h15, aufwärts 260m, abwärts 250m
Düdingen 596m - Stilles Tal 544m -
Ottisberg 582m (50min) - Strand Schiffenensee 540m (30min) - Magdalena
Einsiedelei (inkl.10min.Besichtigung 40min) - Grandfey-Viadukt (30min) -
Auberge des 4 Vents (30min) - Fribourg Poya 606m (15min)
Beim Bahnhof Düdingen finden wir den Hauptwegweiser bei der Bushaltestelle/Bahnunterführung. Der Sinn- und Klangweg, dem wir folgen, hat zusätzlich weisse Tafeln, ist also nicht schwierig zu finden.
Wir gehen treppabwärts durch die Unterführung Richtung "Fribourg".
Nach der Unterführung gehen wir 10m nach links, dann sofort nach
rechts, den neuen Häusern entlang, rechtwinklig zu den Geleisen (der Pfeil ist nur rückwärts zu sehen). Nach Querung der Haltastrasse
finden wir links versetzt unseren Weg zum Wald. Dort dem
Kiesweglein waldabwärts ins Toggeliloch folgen.
Parallel zum Düdingerbach
wandern wir unter der Autobahn hindurch und durch das Familiengarten-Areal.
An dessen Ende kann man dem schmalen Pfad zum Parkplatz am Waldrand
folgen. Im Wald macht das Strässchen einen Linksknick, und schon sind
wir beim
ersten Posten des Sinn- und Klangwegs: Es ist eine wassergetriebene Staudruckpumpe,
"Chlopfer" genannt, deren Räder man durch ein Glas drehen sieht. "Sie
funktioniert ganz ohne Strom, nur durch Wasserdruck: Sie nutzt ihn, um
das Wasser ohne Fremdenergie auf einen höher gelegenen Bedarfsort zu
pumpen". Eindrücklich!
Hier treffen wir auf den Freiburger-Saane-Weg Nr.28 und steigen zum Düdingerbach hinunter Richtung "Freiburg". Auf
der Ruhebank an diesem romantischen Platz müsste man eine Weile sitzen
bleiben! Wir überqueren den Bach und folgen nach dem Uferhang seinem
Lauf, bis er in einen Seitenarm des Schiffenensees mündet. In
einem der lauschigen Häuschen Ferien zu verbringen, würde uns gefallen.
Unser Weg führt um den Hang herum und kurz steil treppaufwärts. Wenn man oben an
der kleinen Kurbel dreht, kann man ein Lied auswählen und zum Klingen bringen. Ruhebank mit Aussicht!
Durch einen Hohlweg geht's
aufwärts zu einem Bauernhof und weiter zum hübschen Weiler Ottisberg
mit schönen Häusern und einer Kapelle. Rechts im blumengeschmückten
Haus gibt es den Hofladen der Bauernfamilie, gegenüber einen
Getränkestand, Sitzbänke, WC und ein Tiergehege.
An der Strasse kann man auf dem holzgedeckten Bänkli
pausieren und Klänge erzeugen.
Die 10min durch
landwirtschaftliches Gebiet verlaufen auf
Hartbelag, bevor der Wanderweg rechts abzweigt. Doch Achtung, beim Waldeingang - noch vor dem
Abstieg zum See - weist der Wanderwegweiser unerwartet nach links, dem
Waldrand entlang. In
einigem Auf und Ab überqueren wir ein kleines Tobel, wandern zwischen Waldrand und landwirtschaftlichen Feldern und kommen an
witzigen Klanginstallationen vorbei. Schliessllch führt unser Weg sanft zum Ufer hinunter.
Wir befinden uns direkt am schilfumsäumten Schiffenensee. Bei der Ruhebank gibt es eine Eisentreppe ins Wasser für Schwimmfreudige; ein paar Boote sind zu sehen. Spannend ist der Spiralbrunnen,
auch er vom Bergdruck gespiesen (falls es Wasser hat). Daneben befindet
sich ein
offener Unterstand, der als Umkleidekabine gebraucht wurde. Einst im April sahen wir Leute fröhlich im kalten Wasser
schwimmen; Mütze und Handschuhe
sollten wohl helfen, die Temperaturen auszuhalten. Diesmal ist trockener
Sommer, im Unterstand steht eine grosse Wasserpumpe, der ist Schopf
defekt.
Schon führt der Weg wieder vom See weg, zur Anhöhe hinauf. Auf Teersträsschen wandern wir an den Weilern Breitrain und Wittenbach vorbei. Schade, dass man nicht durch den Magdalena-Wald wandern kann - wahrscheinlich wegen dem Schiessstand, an dem wir vorbeikommen (immerhin gibt es oberhalb vom Schiessstand eine inoffizielle Treppe als Abkürzung). Der Weg führt noch ein paar Meter weiter und macht vor der Autobahn eine Spitzkehre nach rechts zum Schiesstand, dort links dem Waldrandweg entlang Richtung "Einsiedelei".
Wir folgen dem schönen Grasweg und kommen bald zur Magdalena Einsiedelei - sie befindet sich direkt über dem Schiffenensee und ist ein Besuch wert.
Die Magdalena Einsiedelei ist von April bis Oktober geöffnet und
darf frei besichtigt werden; allerdings sollte man sie nicht bei
Gewitter oder Starkregen besuchen, dann besteht die
Gefahr von Erdrutschen. Die Stätte hatten die Eremiten vor Jahrhunderten
von Hand aus dem Sandstein
gehauen - eine mühselige Arbeit! Die Felsenkapelle wurde 1691 eingeweiht. Was
uns an diesem einsamen Ort speziell beeindruckt, ist der sandige Boden in den Felshöhlen, wo man auf ehemaligem
Meeresboden steht - es sind fossile Sandsteindünen. Im Pärklein davor kann man sich ausruhen.
Wieder auf unserem
Wanderweg, unterqueren wir die Autobahn durch eine mannshohe, hallende Betonröhre und steigen treppabwärts zum Ufer des
Schiffenensees. Mehrere Picknickplätze an der Sonne oder im nahen
Wäldchen locken zur Pause. Vorne sehen wir bereits das berühmte
Grandfey-Viadukt, unser
nächstes Ziel. Das Strässchen dorthin kurvt aufwärts
durch den Wald (wer gut zu Fuss ist, kann auf eigene Gefahr der unmarkierten steilen, wurzligen
Abkürzung folgen). Oben drehen wir nach rechts zur besagten Brücke,
nicht ohne zuvor kräftig auf den Gong zu schlagen; es ist die letzte Klanginstallation auf unserem Sinn- und Klangweg.
Über ein paar Treppen erreichen wir die Fussgänger-Ebene des Grandfey-Viadukts, auf der wir hoch über der Saane/Sarine
den Röstigraben, bzw. die Sprachgrenze überqueren. Die Brücke hat eine
spannende Geschichte: 1862 als Metallkonstruktion eingeweiht, musste sie
1920 wegen der immer schwereren und schnelleren Zügen mit Betonbögen
verstärkt werden. Dass das Metallgerüst für den Bau der zweiten
Brücke benützt wurde, gilt als technische Meisterleistung. Der
Fussweg führt direkt unter den Geleisen durch und ist mit Geländern gesichert!
Nach der Brücke - eine der längsten der Schweiz (340m) umrundet man das Café-Rest. de Granfey (grosse Gartenterrasse), und nach weiteren 10 Minuten auf dem Trottoir steht linkerhand die geschmackvolle Auberge aux 4 Vents.
Auf unsere Frage, ob man hier etwas trinken kann, dürfen wir im
Wintergarten Platz nehmen, mit Blick auf den schönen Park. Zur Strasse
zurück schlendern wir dann auf dem Weg durch den Park mit den vielen Blumen, Beeren, Sträuchern und uralten Bäumen.
Die direkte Route Richtung "Fribourg" verläuft parallel zum Geleise. 10 Minuten nach der Auberge
verzweigen sich die Wege. Wir halten die Richtung, denn in Sichtweite
befindet sich die Bahnstation Fribourg Poya (mit Halbstundentakt). Bei der Haltestelle "Fribourg Poya" könnte
man für Gleis 2 gleich die erste lange Treppe benützen. Sonst geht man
besser noch ein Stück der Strasse entlang weiter bis zur breiten Bahnunterführung. Dort hat es neben den Treppen auch Lifte
zu den Perrons und ausserdem Busstationen.
Achtung, man muss bereits unter den langen Treppen
wissen, ob der Zug auf Gleis 1 oder 2 abfährt - oben kann man nicht wechseln!
![]() Brücke über Düdingerbach |
![]() unterhalb Ottisberg |
![]() Klangweg-Bänkli Ottisberg |
![]() am Schiffenensee |
![]() Wasserspirale |
![]() Magdalena Einsiedelei |
![]() Grandfey-Bahnviadukt |
![]() Fussgänger-Ebene |
![]() Auberge aux 4 Vents |
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