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Nr. 825
Tageswanderung 
Region Fribourg
Webcam Fribourg
Schwierigkeit: leicht; rund 150 Treppenstufen ohne Geländer!
Einkehrmöglichkeit: Düdingen, Grandfey, Fribourg
Anreise: Bahn nach Düdingen -(Fahrplan)
Rückreise: Bahn oder Bus ab Fribourg Poya
Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Düdingen - Schiffenensee - Magdalena-Einsiedelei - Grandfey-Viadukt - Fribourg


3h15, aufwärts 260m, abwärts 250m
Düdingen 596m - Stilles Tal 544m - Ottisberg 582m (50min) -  Strand Schiffenensee 540m (30min) - Magdalena Einsiedelei (inkl.10min.Besichtigung 40min) - Grandfey-Viadukt (30min) - Auberge des 4 Vents (30min) - Fribourg Poya 606m (15min)

Beim Bahnhof Düdingen finden wir den Hauptwegweiser bei der Bushaltestelle/Bahnunterführung. Der Sinn- und Klangweg, dem wir folgen, hat zusätzlich weisse Tafeln, ist also nicht schwierig zu finden.
Wir gehen treppabwärts
durch die Unterführung Richtung "Fribourg". Nach der Unterführung gehen wir 10m nach links, dann sofort nach rechts, den neuen Häusern entlang, rechtwinklig zu den Geleisen (der Pfeil ist nur rückwärts zu sehen). Nach Querung der Haltastrasse finden wir links versetzt unseren Weg zum Wald. Dort dem Kiesweglein waldabwärts ins Toggeliloch folgen.

Parallel zum Düdingerbach wandern wir unter der Autobahn hindurch und durch das Familiengarten-Areal. An dessen Ende kann man dem schmalen Pfad zum Parkplatz am Waldrand folgen. Im Wald macht das Strässchen einen Linksknick, und schon sind wir beim ersten Posten des Sinn- und Klangwegs: Es ist eine wassergetriebene Staudruckpumpe, "Chlopfer" genannt, deren Räder man durch ein Glas drehen sieht. "Sie funktioniert ganz ohne Strom, nur durch Wasserdruck: Sie nutzt ihn, um das Wasser ohne Fremdenergie auf einen höher gelegenen Bedarfsort zu pumpen". Eindrücklich!

Hier treffen wir auf den Freiburger-Saane-Weg Nr.28 und steigen zum Düdingerbach hinunter Richtung "Freiburg". Auf der Ruhebank an diesem romantischen Platz müsste man eine Weile sitzen bleiben! Wir überqueren den Bach und folgen nach dem Uferhang seinem Lauf, bis er in einen Seitenarm des Schiffenensees mündet. In einem der lauschigen Häuschen Ferien zu verbringen, würde uns gefallen. Unser Weg führt um den Hang herum und kurz steil treppaufwärts. Wenn man oben an der kleinen Kurbel dreht, kann man ein Lied auswählen und zum Klingen bringen. Ruhebank mit Aussicht!

Durch einen Hohlweg geht's aufwärts zu einem Bauernhof und weiter zum hübschen Weiler Ottisberg mit schönen Häusern und einer Kapelle. Rechts im blumengeschmückten Haus gibt es den Hofladen der Bauernfamilie, gegenüber einen Getränkestand, Sitzbänke, WC und ein Tiergehege.
An der Strasse kann man auf dem holzgedeckten Bänkli pausieren und Klänge erzeugen.

Die 10min durch landwirtschaftliches Gebiet verlaufen auf Hartbelag, bevor der Wanderweg rechts abzweigt. Doch Achtung, beim Waldeingang - noch vor dem Abstieg zum See - weist der Wanderwegweiser unerwartet nach links, dem Waldrand entlang. In einigem Auf und Ab überqueren wir ein kleines Tobel, wandern zwischen Waldrand und landwirtschaftlichen Feldern und kommen an witzigen Klanginstallationen vorbei. Schliessllch führt unser Weg sanft zum Ufer hinunter.

Wir befinden uns direkt am schilfumsäumten Schiffenensee. Bei der Ruhebank gibt es eine Eisentreppe ins Wasser für Schwimmfreudige; ein paar Boote sind zu sehen. Spannend ist der Spiralbrunnen, auch er vom Bergdruck gespiesen (falls es Wasser hat). Daneben befindet sich ein offener Unterstand, der als Umkleidekabine gebraucht wurde. Einst im April sahen wir Leute fröhlich im kalten Wasser schwimmen; Mütze und Handschuhe sollten wohl helfen, die Temperaturen auszuhalten. Diesmal ist trockener Sommer, im Unterstand steht eine grosse Wasserpumpe, der ist Schopf defekt.

Schon führt der Weg wieder vom See weg, zur Anhöhe hinauf. Auf Teersträsschen wandern wir an den Weilern Breitrain und Wittenbach vorbei. Schade, dass man nicht durch den Magdalena-Wald wandern kann - wahrscheinlich wegen dem Schiessstand, an dem wir vorbeikommen (immerhin gibt es oberhalb vom Schiessstand eine inoffizielle Treppe als Abkürzung). Der Weg führt noch ein paar Meter weiter und macht vor der Autobahn eine Spitzkehre nach rechts zum Schiesstand, dort links dem Waldrandweg entlang Richtung "Einsiedelei".

Wir folgen dem schönen Grasweg und kommen bald zur Magdalena Einsiedelei - sie befindet sich direkt über dem Schiffenensee und ist ein Besuch wert.
Die Magdalena Einsiedelei ist von April bis Oktober geöffnet und darf frei besichtigt werden; allerdings sollte man sie nicht bei Gewitter oder Starkregen besuchen, dann besteht die Gefahr von Erdrutschen. Die Stätte hatten die Eremiten vor Jahrhunderten von Hand aus dem Sandstein gehauen - eine mühselige Arbeit! 
Die Felsenkapelle wurde 1691 eingeweiht. Was uns an diesem einsamen Ort speziell beeindruckt, ist der sandige Boden in den Felshöhlen, wo man auf ehemaligem Meeresboden steht - es sind fossile Sandsteindünen. Im Pärklein davor kann man sich ausruhen.

Wieder auf unserem Wanderweg, unterqueren wir die Autobahn durch eine mannshohe, hallende Betonröhre und steigen treppabwärts zum Ufer des Schiffenensees. Mehrere Picknickplätze an der Sonne oder im nahen Wäldchen locken zur Pause. Vorne sehen wir bereits das berühmte Grandfey-Viadukt, unser nächstes Ziel. Das Strässchen dorthin kurvt aufwärts durch den Wald (wer gut zu Fuss ist, kann auf eigene Gefahr der unmarkierten steilen, wurzligen Abkürzung folgen). Oben drehen wir nach rechts zur besagten Brücke, nicht ohne zuvor kräftig auf den Gong zu schlagen; es ist die letzte Klanginstallation auf unserem Sinn- und Klangweg.

Über ein paar Treppen erreichen wir die Fussgänger-Ebene des Grandfey-Viadukts, auf der wir hoch über der Saane/Sarine den Röstigraben, bzw. die Sprachgrenze überqueren. Die Brücke hat eine spannende Geschichte: 1862 als Metallkonstruktion eingeweiht, musste sie 1920 wegen der immer schwereren und schnelleren Zügen mit Betonbögen verstärkt werden. Dass das Metallgerüst für den Bau der zweiten Brücke benützt wurde, gilt als technische Meisterleistung. Der Fussweg führt direkt unter den Geleisen durch und ist mit Geländern gesichert! 

Nach der Brücke - eine der längsten der Schweiz (340m) umrundet man das Café-Rest. de Granfey (grosse Gartenterrasse), und nach weiteren 10 Minuten auf dem Trottoir steht linkerhand die geschmackvolle Auberge aux 4 Vents. Auf unsere Frage, ob man hier etwas trinken kann, dürfen wir im Wintergarten Platz nehmen, mit Blick auf den schönen Park. Zur Strasse zurück schlendern wir dann auf dem Weg durch den Park mit den vielen Blumen, Beeren, Sträuchern und uralten Bäumen.

Die direkte Route Richtung "Fribourg" verläuft parallel zum Geleise. 10 Minuten nach der Auberge verzweigen sich die Wege. Wir halten die Richtung, denn in Sichtweite befindet sich die Bahnstation Fribourg Poya (mit Halbstundentakt). Bei der Haltestelle "Fribourg Poya" könnte man für Gleis 2 gleich die erste lange Treppe benützen. Sonst geht man besser noch ein Stück der Strasse entlang weiter bis zur breiten Bahnunterführung. Dort hat es neben den Treppen auch Lifte zu den Perrons und ausserdem Busstationen.
Achtung, man muss bereits unter den langen Treppen wissen, ob der Zug auf Gleis 1 oder 2 abfährt - oben kann man nicht wechseln
!

Brücklein über den Düdingerbach
Brücke über Düdingerbach
Ferienhaus am Schiffenensee
unterhalb Ottisberg
Klangweg-Bänkli in Ottisberg
Klangweg-Bänkli Ottisberg
am Schiffenensee
am Schiffenensee
Wasserspirale am Schiffenensee; Sinn- und Klangweg
Wasserspirale
ehemaliger Meeresboden in der Magdalena Einsiedelei
Magdalena Einsiedelei
kombinierte Bahn/Fussgängerbrücke Granfey, Fribourg
Grandfey-Bahnviadukt
Grandfey-Viadukt über der Sarine / Fribourg
Fussgänger-Ebene
Auberge des 4-Vents
Auberge aux 4 Vents

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