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Rund um den Piz Bernina


   Berninagruppe über dem Val Roseg


Hinweise
Eine wenig begangene, landschaftlich, und klimatisch abwechslungsreiche Rundwanderung mit total rund 6000 Höhenmeter aufwärts und abwärts. Die Route ist durchwegs markiert; eine gute Karte ist jedoch unentbehrlich. Oft bildet das Bernina-Massiv die Wetterscheide zwischen Nord und Süd, was eine Wettervorhersage schwierig macht. Trotz der Kalt- und Schlechtwetterfront aus dem Norden war bei unserer Tour im September dank Nordföhn der wenige Neuschnee rasch geschmolzen und das Gebiet blieb niederschlagsfrei.
Tipp: auch bei Hüttenübernachtungen am Vortag reservieren, um dem Hüttenwart Gelegenheit zum Heizen zu geben; einzelne Hütten sind im September bereits geschlossen.
Gewandert: 1.Hälfte September 2001

Unterdessen sind mehrere Erlebnisberichte eingesandt worden - herzlichen Dank!


Ich wünsche allen viel Spass beim Tourenplanen!

Ruedi Flueler, Juni 2008: "Wir erleben das Engadin in seiner schönsten Pracht, überqueren südlich von Maloja die Grenze nach Italien und wandern - umgeben von einer romantischen Gletscherwelt, am südlichen Alpenkamm auf rund 2000m Höhe - rund um die Bernina. Im Puschlav kommen wir wieder in die Schweiz und werden dann die Bernina, Piz Palü, Bellavista und wie sie alle heissen ... von der Diavolezza und von der Cap. Boval vom Norden aus betrachten können. Eine imposante, ungefährliche Tour."


Anreise: Bahn nach Pontresina (Fahrplan).
 

1. Tag:  2 h, aufwärts 240 m. Abkürzungsmöglichkeit: Pferdekutsche
Route: Pontresina 1760m - Val Roseg 1999m

Letzte Schneeflocken begleiten uns auf dem Weg vom Bahnhof Pontresina ins Rosegtal. Neben der gekiesten Pferdekutschenstrasse gibt es links und rechts vom Bach schöne Fusspfade und romantische Picknickplätze.


Rosegtal

Dessertbuffet im Hotel Roseggletscher
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2. Tag: 6h10, 830 m aufwärts, 1005m abwärts. Abkürzungsmöglichkeiten (Seilbahn, Bus)
Route: Roseg 1999m - Fuorcla Surlej 2755m (2 h) - Segl (Sils Maria) 1820m (2h30) - Maloja 1801m (1h40)

Hinter dem Hotel Roseggletscher beginnt der schön angelegte Aufstieg zur Fuorcla Surlej. Kurz vor der Rechtskurve zur Passhöhe liegen 20 cm Neuschnee, und ganze Gruppen, die sich verlaufen hatten, kommen uns entgegen. Offenbar ist die Markierung bei schneebedecktem Weg zu wenig deutlich. Sensationelle Aussicht auf die Berninagruppe und das Oberengadin. Gäste auf der Terrasse des Restaurants ärgern sich über die Schneeballschlacht der Schulkinder...

Variante "Abstieg ins Tal": Auf der andern Passseite könnte man nach fünf Minuten Abstieg beim Wegweiser links 20 Minuten der Höhenkurve entlang zur Seilbahnstation Murtèl wandern, dort ins Tal fahren. Zu Fuss gehts beim Wegweiser weiter bergab zum Hahnensee und weiter nach St. Moritz Bad (siehe Wanderung Nr. 517).
Wir wählen den direkten Weg nach Segl/Sils Maria und folgen für die nächste Stunde dem Wegweiser "Furtschellas", bis nach einem Skipistenweg links ein Höhenweg abzweigt. Beim Wegweiser Furtschellas/Segl wandern wir Richtung "Segl", und zwar bis ins Dorf Segl/Sils Maria hinunter (= total 4h20) - ein schönes Wegstück mit Blick auf die Oberengadiner Seen. Es lohnt sich ein Bummel durch den schönen Dorfkern von Sils Maria.
Variante: Wer von Sils Maria bis Maloja den Bus benützt, hat vielleicht vor dem Einsteigen noch Zeit und Lust, das Segantini-Museum zu besuchen.
Die andern brauchen ihre Energie für den Uferweg nach Maloja, der sich dem See entlang auf und ab schlängelt. Auf halbem Weg in Isola lädt eine traumhaft gelegene Gartenbeiz zu einer Pause ein. Nach dem Zeltplatz ist der Wanderweg etwas erhöht, parallel zur Strasse angelegt. In Maloja dem Wegweiser folgen, er führt direkt zu den verschiedenen Hotels und Läden.

Unterkunft:

Links
oberhalb Val Roseg
oberhalb Val Roseg

Aufstieg Fuorcla Surlej

Aussicht auf der Fuorcla Surlej

Höhenweg nach Sils Maria
Sicht auf die
                  Seenplatte
Sicht auf die Seenplatte

Ruedi Flueler hat die Bernina-Tour in Silvaplana begonnen und den See rechts auf der Via Engiadina umwandert:

 
1. Tag Flueler: 3h, aufwärts 200m, abwärts 200m  -  T 2
Route: Silvaplana 1815m - Grevasalvas 1941m - Maloja 1803m
Mit der Rhätischen Bahn erreichen wir St. Moritz, steigen beim Bahnhof ins Postauto um, welches uns in wenigen Minuten nach Silvaplana 1815m bringt. Unsere Tourenwoche beginnen wir, indem wir durch den alten, romantischen Teil von Silvaplana wandern, die Wegweiser führen uns zur „Via Engiadina“. In westlicher Richtung wandern wir im Wald, links unten der blau-glitzernde Silvaplanersee und steigen auf gutem Weg etwas ab bis zur Autostrasse hinunter. Doch schon nach wenigen Metern steigen wir gemächlich hoch, links unten erkennen wir den Silsersee und erreichen das romantische Dörfchen Grevasalva 1941m. Von hier aus schlagen wir den Weg ein nach Maloja 1803m und erreichen unseren Uebernachtungsort in weniger als einer Stunde. Übernachtung im Sporthotel. Juni 2008
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Webcam Silsersee
3. Tag: 6 h, 750 m aufwärts, 950m abwärts, T3
Route: Maloja 1801m - Orden - Lej da Cavloc 1911m - Plan Canin 1992m - Passo Muretto 2562m - Alpe dell’Oro 2010m - Chiareggio (I) 1612 m.

Fünf Minuten der Strasse entlang Richtung Bergell. Bei der 1. Rechtskurve steht etwas versteckt der Wegweiser Richtung "Lej da Cavloc".

Ab Orden Aufstieg durch Wald und Hochmoore zum romantischen Cavloc-See (1 h, Restaurant). Hier wird es steiler und wilder.

Wir kommen an einer Schutzhütte aus dem 2.Weltkrieg vorbei, mit rührenden Dankesworten der Geflüchteten.

Ab der Alp Plan Canin 1968m, bei der Abzweigung zur "Fornohütte" (siehe Erlebnisberichte), folgen wir dem Wegweiser "P.Muretto", der über eine steile Treppe zu einer gewagten Brückenkonstruktion auf die andere Talseite führt. Bei Unsicherheiten den Wegspuren nach rechts folgen: der Aufstieg verläuft auf der linken Moräne des Gletscherbachs. Steil gehts durch Geröll und Steinplatten, später auf Altschnee bergauf.

Nach der nächsten Geländestufe kommen uns Wanderer entgegen, die weit oben weglos durchs Geröll hinunter stiegen, um möglichst lange auf dem kompakten Schnee zu gehen. Die Markierung weist uns aber links zur Geröllhalde hinauf, wo von weitem auf halber Höhe ein Weg auszumachen ist. Über Felsbrocken und Altschneefelder gehts (schlecht markiert) zum Hangweg hinauf, und bis unter den Gipfelfelsen ist der Weg danach gut zu finden.

Die letzten 100 Höhenmeter zum Murettopass hinauf sind sehr steil, rutschig, dann wieder Plattenkletterei und kaum markiert. Schade, wegen diesem Wegstück kann der Pass nicht allen Wanderern und vor allem nicht bei Nebel empfohlen werden. In Chiareggio weiss man um dieses Problem, und man bat mich, das doch den Verantwortlichen zu melden (Feedback 2008: "Die Markierungen am Muretto-Pass sind erneuert worden!").

Auf dem Murettopass geniessen wir im Windschatten die warmen Sonnenstrahlen und die grandiose Aussicht auf die Bergwelt. Nach ein paar harmlosen "Abfahrten" im Altschnee staunen wir über den sorgfältig angelegten breiten Saumpfad, der bereits in Römer- und später in Kriegszeiten genutzt wurde. Leider ist er ab ca. 2100m verschüttet, und man hat etwas weiter unten einen neuen Weg gebaut (wichtig für umgekehrt Wandernde).

Wir aber folgen weiter unserem Weg bergab nach Chiareggio im Valmalenco (gehört zum Veltlin).
 
2.Tag Flueler:
Vom Maloja aus wandern wir vorerst in südlich-westlicher Richtung, der Autostrasse entlang, vorbei am alleinstehenden Kiosk, bis die Strasse eine scharfe Rechtskurve macht. Von hier aus haben wir einen schönen Blick ins Bergell hinunter. Wir überqueren die Strasse und von nun an geht es für den heutigen Tag nur noch südlich auf Wanderwegen. Auf einer herrlichen Waldstrasse steigen wir auf, erreichen den verträumten See Lago Cavloc 1907m (Restaurant), in gleicher Richtung das Tal hinauf nach Plan Canin 1992m. 

Hier trennen sich die Wege. Rechts geht es zur Forno-Hütte und gerade aus - die Wegweiser zeigen uns den richtigen Weg - zum Muretto-Pass. Zuerst ist der Weg unverfehlbar, immer in südlicher Richtung. Je höher wir steigen, desto mehr benötigen wir den Orientierungssinn, und am Schluss - auf Kies und rutschigem Sand - geht’s im Zick-Zack hinauf. Es ist zwar nicht gefährlich, aber die Lunge wird allemal strapaziert. (Bei starkem Regen, Schneefall, oder Nebel ist Vorsicht angebracht) Herrlich ist es, dass wir oben auf dem Passo del Muretto 2562m angelangt sind. 

Wir überschreiten die Grenze nach Italien und bewundern den vor uns liegenden Monte Disgrazia. Die italienische Armee hat im letzten Weltkrieg einen breiten, mit Platten ausgelegten Weg bis zum Passo del Muretto gebaut. Wir profitieren von dieser Gewaltsarbeit und steigen auf  diesem nicht zu verfehlenden breiten Weg hinunter, immer südlich, bis zur Waldgrenze. Dort kommen wir automatisch auf eine Waldstrasse, welche in einigen steilen Kurven an Höhe verliert und uns (nun in östlicher Richtung), vorbei an Ferienhäusern zum kleinen Sommerferiendorf Chiareggio 1612m führt.

Links

Alpenidylle am Cavloc-See
Bild: Markus Tinner
Wegweiser Cavloc-See

Aufstieg zum Murettopass
Plan Canin
Cavloc-See - Plan Canin

Schutzhütte am Morettopass
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4. Tag: 6 h, aufwärts 800m, abwärts 300m, T2
Route: Chiareggio 1612m - Alpe Sevedo sup. 1796m -  Il Barchetto 1800m - Rif. Alpe Palü 2007m (3h30) - Btta del Torno 2203m - 1828m - Alpe Campascio 1844m - Alpe Musella 2020m (2h30).

In Chiareggio folgen wir 15 Minuten lang der Strasse bis zur Haltestelle Ciaz 1570m

Ab Ciaz gehts gut markiert auf einem schönen Pfad aufwärts durch den Wald. Bei einer Abzweigung rechts halten, einen Bach überqueren und aufwärts zur schönen Alp Senevedo superiore! Die verschiedenen Wege aufwärts und ebenaus lassen wir links liegen. Unser Weg führt nun leicht abwärts zur A. Senevedo inf., wo der beschriebene zweite Wegvariante vom Tal heraufkommt.

Weiter gehts ungefähr der Höhenkurve entlang durch schönen Föhrenwald zu Punkt 1603m der Bauernsiedlung Prati della Costa und durch Hochmoorgebiet zu den Häusern von Paluretta 1620 m.
Im Wald steigen wir über Barchetto (1860m) zum Lago Palü und zum Rif. Alpe Palü auf (Tel. 0039 0342 45 22 01). Scharen von Besuchern, die mit der Seilbahn hochgefahren sind, geniessen die Hüttenromantik (Polenta auf offenem Feuer).

Für den Weiterweg bieten sich zwei etwa gleich lange Wege an:

Passvariante: Wir folgen ab Rif. Alpe Palü dem Dreieck mit der Nr. 5 Richtung "A.Campascio/Marinello" und steigen auf schönem Weg über die Bochetta del Torno. Vorsichtig sind die letzten 50 Höhenmetern anzugehen: dort ist der Weg steil und feucht. Auf der andern Passseite gehts über eine wunderschöne Buschlandschaft, zuerst ebenaus, dann gemütlich bergab zur Route, die vom P.Campolungo her kommt.

Nun der Skipiste entlang, manchmal auf Abkürzungen, wandern wir zur Alpe Scercen 1700m hinunter. Dort scharf nach links und später nach rechts, folgen wir weiter der Nummer 5. Bald sehen wir im hintersten Talkessel die Alphäuser von Campascio. Nach einer halben Stunde bergauf durch den Wald erreichen wir die Alpe Musella mit dem gleichnamigen Rifugio und der neueren Mitta-Hütte.

 
3.Tag Flueler:
Von Chiareggio wandern wir zuerst rund 2km auf der Autostrasse, östlich, leicht abwärts. Gleich nach einer starken Rechtskurve ist der Wegweiser links angebracht. Wir verlassen dort die Autostrasse, wandern auf schönem Weg durch den Wald, über Wiesen, vorbei an der Alpe Senevedo sup. 1796m, weiter in süd-östlicher Richtung mit wenig Höhenunterschied und erreichen den kleinen Weiler Il Barchetto 1800m. Nach einem kurzen Aufstieg sehen wir bereits den Lago Palü, wo sich am Nordrand das Rif. Lago Palü 1947m befindet. 

Rifugio
                      MusellaNach dem Bad im See und / oder dem wirklich feinen Mittagessen im Rifugio Palü geht’s dann heftig hinauf. Wir erreichen Bocchel de Torno 2203m, wo wir eine herrliche Aussicht auf den See geniessen. Der Weg führt uns wieder hinunter, die Spuren der Abfahrtspisten sind gut ersichtlich, bis zur Talstation eines Sesselliftes. Nur wenige Meter weiter unten erreichen wir eine Wegkreuzung. Wir nehmen den Weg links, in Richtung Norden. Auf dem breiten Wanderweg dürfen wir nach rund 2km die Abzweigung nicht verpassen. Bei einer Holzbrücke ist der Wegweiser rechts angebracht, mit dem Hinweis "Rif. Mitta / Alpe Musella". Von 1828m geht es hinauf, vorbei an der Alpe Campascio 1844m zu unserem heutigen Uebernachtungsort Rif. Mitta / Alpe Musella 2020m.
Wanderzeit 5h30.

Links
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5. Tag:
Variante a): 3h30, aufwärts 650m, abwärts 310m
Route: Alpe Musella 2021m - Punkt 1710m - Lago di Campo Moro 1970m - Lago di Gera 2200m - Rif. Bignami 2401m

Auf ebenem Weg geht es vorerst nach rechts, dann bergab zum Punkt 1710 m zum Fuss des Staudamms. Ein Kiessträsschen führt uns auf den rechten Staudamm, wo über dem Parkplatz das "Restaurant Poschiavino" thront. 5 Minuten weiter oben steht das Rif. Zoja 2021 m.

Unser Weiterweg rechts am Lago di Campo Moro entlang ist bekiest und nur beschränkt befahrbar. Der Wanderweg führt ganz zum Fuss des nächsthöheren Staudamms entlang und steigt dort an den verfallenen Gebäuden vorbei zum obersten Haus, dabei ist eine Eisenleiter zu übersteigen (gemütlicher geht es im Zickzack die Strasse hinauf).

Über eine Rampe erreichen wir nun die Krone des zweiten Staudamms am Lago di Gera. Wir überqueren sie nach links und steigen immer höher längs des Lago di Gera zur Bignami-Hütte auf. Sie ist von weit her zu sehen und das Ziel vieler "Giro del Lago"-Tageswanderer.

 
4.Tag Flueler: 3 h, aufwärts 500m, abwärts 100m  -  T 2
Heute haben wir einen gemütlichen Tag. Vom Rif. Mitta / Musella 2020m wandern wir in südlicher Richtung auf weichem Weg vorerst über die Alpen, dann durch den Wald hinunter bis zum Punkt 1983m. Hier stossen wir auf eine Waldstrasse, gehen wenige 100m in gleicher Richtung weiter und erblicken über uns die Staumauer des Lago Campomoro 1996m. Der Weg führt über die Staumauer. Auf der anderen, linken Seite des See’s befinden sich zwei Einkehrmöglichkeiten (Rif. Campomoro und Rif. A.e R. Zora). 

Wir wandern auf der breiten Strasse auf der linken Seite des See’s weiter und erreichen nach rund 3km die Staumauer eines weiteren Stausee’s, Lago di Gera 2125m. Auf der Rampe steigen wir hoch zum Scheitel der Staumauer, überqueren diese und befinden uns nun auf der orographisch rechten Seite des See’s. Auf einem guten, teilweise etwas schmalen Weg, steigen wir hoch, rechts unten der blau-glitzernde Stausee. Auf einer grossen, flachen Alp - im Süden, weit unten der Stausee und im Norden, hoch oben das Bernina-Massiv - befindet sich das Rif. Bignami 2401m.
Wanderzeit: 


Variante b) - anspruchsvoll: 5h30, aufwärts 960m, abwärts 600m

Links

Rampe zum Staudamm

Lago di Gera, darüber die Bignami-Hütte

Rund um die Bignami-Hütte

Bignami-Hütte

Alp Bignami, dahinter P.Canfinale (6.Tag)
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6. Tag: 5.10 h, aufwärts 710m, abwärts 1450 m. Abkürzungsmöglichkeit: Taxi ab Somdoss
Route: Rif. Bignami 2401m - Stausee 2125m - Alpe Gembre 2224m - Baita 2440m - Passo Canfinale 2628m - Somdoss 2160m - Varuna 1840m - Cavaglia 1700 m.

Hinter der Bignami-Hütte beginnt der Abstieg zum hinteren Ende des Stausees. Es ist kalt, beim Überqueren der Bäche sind die Steine mit einer tückischen Eisschicht überzogen.

Am Brunnen auf der Alpe Gembre zweigt der Passweg links ab. Nach 5 Minuten beginnt in einer weiteren Linkskurve der markierte Zickzackweg zur Passhöhe des P.Canfinale (total 2.40 h). Oben weisen Steinmännchen den Weg zur Landesgrenze und zum gelben Wegweiser. Tief unten liegt Poschiavo. Der Weg nach der Alp Somdoss ist kürzlich neu markiert worden und problemlos zu finden.

Richtig ist, dass es zum Weiler Varuna nach Überquerung des Bachtobels nochmals kurz bergauf geht. Durch Lärchenwald queren wir zur Haltestelle Cavaglia an der berühmten Bahnstrecke Tirano - Poschiavo - Alp Grüm - Bernina Hospiz - Pontresina, welche 2008 von der UNESCO in die Welterbe-Liste aufgenommen wurde.

 
5.Tag Flueler:
Route: Rif. Bignami 2401m - Passo Canfinale 2628m - Foppal - Punkt 2159m - Alpe Varuna 1898m - Cavaglia 1693m (Bernina Hospiz 2304m)
Gleich neben der Hütte Rif. Bignami 2401m steht der Wegweiser Alpe Gembré, Passo Confinale. Wir starten in nördlicher Richtung, steigen in einem grossen Bogen hinunter, über 7 Brücken mit reissenden Bächen, welche vom Bernina-Gebiet kommen, erreichen wir das Ende des Stausee’s Lago di Gera 2125m. Wir steigen auf zur Alpe Gembré 2224m mit schönen Steinhäusern und Steinställen, mit Blick auf den Stausee. In östlicher Richtung, auf gut signalisiertem Weg steigen wir weiter hinauf, bei Baita 2440m vorbei, vor uns liegt der Passo Canfinale 2628m, welcher auch die Grenze zur Schweiz bedeutet. Auf dem Pass haben wir eine eindrückliche Aussicht auf das weit unten liegende Puschlav.

Vom Passo Confinale 2628m wandern wir weiter in östlicher Richtung, und erreichen nach einigen 100 Metern steilem Abstieg auf einen schönen Wanderweg. Die gelben Wegweiser zeigen uns:  wir sind wieder in der Schweiz. Vorbei an Foppal, hinunter zum Punkt 2159m, wo sich einige Häuser befinden und wir auf eine Fahrstrasse stossen. Der Wegweiser zeigt uns den Weg in nördlicher Richtung nach Alpe Varuna 1898m und weiter in gleicher Richtung durch den Wald nach Cavaglia 1693m.
An der Bahnstation von Cavaglia 1693m befindet sich ein kleines Restaurant, wo wir auf die Rhätische Bahn warten, welche uns über die Alp Grüm bis zur Bahnstation Bernina Hospiz bringt. 10min oberhalb liegt das Albergo.
Wanderzeit: 5 ½ h, aufwärts 450m, abwärts 1100m  -  T3

  • Bernina-Passhöhe (an der Strasse, 2328m): Albergo Ospizio Bernina, Tel. 081 842 62 00, Doppel- und Mehrbettzimmer

Brücke nach Bignami-Hütte
Bild: Markus
                            Tinner
Alpe Gembre, Blick über den Stausee

Alpe Gembré
Bild:
                            Markus Tinner
Pass da Canfinal
Bild:
                            Markus Tinner
Sicht auf Poschiavo
Übernachtung:
Gasthäuser und Links:
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7. Tag: 6h20, aufwärts 1360m, abwärts 60m. Abkürzungsmöglichkeit: an jeder Haltestelle*
Route: Poschiavo* 1012m - Cadera* 1383m (1h15) - Motta di Cadera 1500m (30min) - Puntalta 1680m (35min) - Gletschergarten - Cavaglia* 1703m (40min) - Alp La Dota 1815m - Stablini 1940m (50min) - Alp Grüm* 2091m (30min) - Belvédère - Staudamm - Bahnstation Bernina Hospiz 2259m - Albergo Ospizio Bernina 2328m (2h, Passstrasse)

Vom Bahnhof Poschiavo gehen wir durch die Via Stazione zum Wegweiser an der Hauptstrasse. Nach links der Fahrstrasse entlang Richtung "Cadera / Cavaglia", am Museum vorbei. Tipp: Wer den Verkehr meiden will, geht über die Brücke und schlendert durch die sehenswerte Altstadt bis zur katholischen Kirche (mit Beinhaus). Dort wieder nach links über die Brücke zum Museum.

Den ersten Wegweiser nach dem Museum nicht beachten! 100m später zweigt unsere Route links ab (Curtinel Strasse). Bei der Wegkreuzung dem Wegweiser nach Cadera/Cavaglia folgen; nach dem Bauernhaus geht das Teersträsschen in ein Kiessträsschen über - ab hier fast alles Naturbelag!

Das Geleise kreuzend, gelangen wir durch landwirtschaftliches Gebiet an einem weissen Kreuz vorbei zu einem Teersträsschen (Wegweiser fehlt, Markierung beidseitig). Wir gehen 200 m nach rechts leicht abwärts. Nach dem Brücklein führt ein Wanderweg auf dem Grat eines Hochwasserdamms dem Bach entlang zum Waldrand hinauf. Dort beginnt der schöne Saumweg rechts in den Wald hinein. Nach einer guten halben Stunde, nachdem wir ein Kiessträsschen gekreuzt haben, gut auf die Markierung achten und nicht dem steilen Bikeweg folgen. Unsere Route steigt in gut angelegten Kurven nach Caderahinauf; die Haltestelle lassen wir rechts liegen.

Nach dem Überqueren des Geleises, nun wieder auf offenem Gebiet, folgen wir 200m dem breiten Kiessträsschen und biegen rechts in den Saumweg ein. Beim Brunnen mündet er in einen Feldweg. Nach rechts ebenaus an ein paar Ferienhäusern vorbei. Hier beginnt der besterhaltene Teil des alten Saumwegs, wo in anstrengender Handarbeit Felsen und grosse Steine so aneinandergefügt wurden, dass die Fuhrwerke darauf fahren konnten; links und rechts ist der Weg von Trockenmauern gesäumt. Nach einem Waldstück mit Geleiseüberquerung kommen wir zum Weiler Motta di Cadera, von wo man einen schönen Blick auf den Lago di Poschiavo geniesst.

Wieder im Wald, wird der Weg holpriger; grosse Felsstücke wurden hier verlegt - im Aufstieg bereitet dies aber keine Probleme. Die letzte Viertelstunde vor Puntalta verläuft den Schienen entlang; zuerst oberhalb, dann unterhalb. Von Puntalta nach Cavaglia sind 15 Minuten angegeben; es lohnt sich aber, den Umweg über den Gletschergarten zu wählen, der auf der andern Seite des Bahngeleises beginnt (oder endet).

Gletschergarten: Der Rundgang ist von Cavaglia her markiert - wir wandern also in Gegenrichtung der Pfeile. Auf stabilen Treppen mit Geländer gehts auf den Hügel hinauf. Bis zu 6m tiefe, jahrtausendalte Gletschertöpfe sind zu bewundern. Über abgeschliffene Felsen und zwischen Zwergföhren hindurch wird man an einen Aussichtspunkt gelotst, mit Sicht ins Puschlav und zum Gletscher des Piz Palü. Zurück bei den Gletschertöpfen, gehts links weiter. Im Bereich der aufgeschichteten runden Steine hört man einen Brunnen plätschern - links etwas versteckt befindet sich ein Picknickplatz mit Feuerstelle - nach rechts gehts steil bergab zum Cavaglia-Einstieg, wo man sich mit Prospekten bedienen und einen freiwilligen Obolus spenden kann.
Fünf Minuten später erreichen wir auf dem Kiessträsschen die Bahnstation Cavaglia. Zur "Alp Grüm" gibt es zwei Wegvarianten, via "Lagh da Palü" (steiler, aber auch sehr schön) oder den Geleisen entlang.

Wir wollen weiter dem Bahntrassee folgen und wählen darum den bequemeren Weg. Ebenaus wandern wir zu den Wohnhäusern vom Cavaglia. Beim Brunnen nach dem Restaurant Rifugio Cavaglia gehts halblinks zwischen zwei Häusern bergauf in den Wald (Wegweiser etwas versteckt). Fünf Minuten später teilt sich der Weg (nach rechts ginge es zum "Lagh da l'Ombra"). Wir drehen nach links, kommen oberhalb der schön gelegenen Alp La Dota aus dem Wald und wandern ein Stück den Geleisen entlang, parallel zum Val da Pila.

Der gut angelegte Weg führt uns wieder in den Wald hinein und kurvt zur Kreuzungsstation Stablini hinauf. 100m weiter links überqueren wir das Bahntrassee und wandern im lichten Lärchenwald bergauf. 10 Minuten vor dem Ziel mündet der Pfad vom Lagh da Palü her in unsern Weg ein. Traumhafte Sicht auf die Gletscherwelt! Der BahnGalerie entlang erreichen wir die Bahnstation Alp Grüm (Restaurant); die Berninabahn macht hier einen spektakulären, fotogenen Halbkreis.

Wir wandern auf viel begangenem, gut markierten Wegen direkt (oder auf Umweg via Aussichtspunkt "Sassal Masone") zum Lago Bianco, weiter zwischen Bahngeleise und Seeufer zur Bahnstation Bernina Hospiz, wo rechts ein direkter Fussweg zur Passstrasse und zum Hotel führt.

Weg zwischen
                  Cavaglio und Poschiavo
zwischen Poschiavo und Cavaglia
Cavaglia,
                  2013
Cavaglia
Lago
                  Palü mit Palügletscher
Alp und Lagh da Palü
Alp
                        Grüm, Bahnkreisel
Alp Grüm mit Bahnkreisel
Blick vom Hotel Belvédère (Alp Grüm) ins Puschlav
Alp Grüm Belvédère: Sicht ins Puschlav
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8. Tag: 4h30, abwärts 550 m. Abkürzungsmöglichkeit: Bahnstrecken
Route: Bernina Hospiz 2309m - Haltestelle Lagalp - Haltestelle Diavolezza 2099m - Morteratsch 1896m - Puntraschigna/Pontresina 1760 m.

Vom Parkplatz des Hotels am Bernina Hospiz wandern wir zurück zum Uferweg des Lago Bianco. Schmaler Wiesenpfad zum Nordufer des Sees. Bei der Wasserscheide Nord/Süd wechseln wir auf die linke Seite und folgen dem Ufer des Lej Nair. Bis zur Haltestelle Diavolezza brauchen wir 1h25;


  • Zusatzvarianten: Zum Abschluss mit der Bergbahn von der Haltestelle Diavolezza zur Diavolezza hinauffahren und nochmals die herrliche Aussicht geniessen.
  • Möglich ist auch, sich einer der geführten 4-stündigen Gletscherwanderung nach Morteratsch anzuschliessen (Auskunft: Bergsteigerschule Pontresina, Tel. 081 838 83 33: zur Zeit Fr. 22.- pro Person, Abmarsch 11.00 Uhr).
    Die drohenden Wolken verhindern ein solches Unternehmen. So wandern wir entlang der Eisenbahnlinie über Bernina Sut und Morteratsch (je ein Restaurant) hinunter nach Pontresina, unserem Ausgangspunkt vor einer Woche.
    Ruedi Flueler hingegen wanderte mit seiner Gruppe zu Fuss auf die Diavolezza und übernachtete dort:
     
    6.Tag Flueler,  4h, aufwärts 750m, abwärts 100m  -  T 3
    Route: Bernina Hospiz 2304 - Lej Nair 2223m - Lej d’Arlas 2343m - Lej da Diavolezza 2573m - Diavolezza 2973m

    Beim Hotel Bernina Hospiz 2304m überqueren wir die Autostrasse, wandern in Richtung "Bahnstation Bernina Ospizio". Einige Meter ob der Bahnlinie kommen wir auf unseren Wanderweg in Richtung Norden (Oberengadin),  bei der Staumauer - gleichzeitig auch die Wasserscheide - links der Lago Bianco, rechts Lej Nair 2223m, nehmen wir den Weg links, gehen über die Staumauer, entlang dem Lej Nair 2223m, bei der Abzweigung am Ende des Sees beschreiten wir wieder den Weg links, steigen auf gutem Weg hinauf zum Lej d’Arlas 2343m und zum Lej da Diavolezza 2573m.
    Beim Lej da Diavolezza 2573m nehmen wir wiederum den Weg links, steigen auf  steinigem Weg höher, im Zick-Zack über Felsbrocken, und besteigen eine Metall-Leiter mit Geländer, bevor wir die letzten Meter zur Bergstation der Diavolezza-Bahn erreichen.

    Wir sind am Tagesziel: Diavolezza 2973m. Tagsüber herrscht hier ein emsiges Treiben wie an der Bahnhofstrasse. Touristen mit oder ohne Turnschuhe, mit oder ohne Kravatten, aber auch Alpinisten mit Seilen über den Rucksack gehängt, Steigeisen zum Trocknen am Rucksack. Hier herrscht ein Kommen und Gehen. Aber ich garantiere Dir, lieber Wanderfreund, sobald die letzte Seilbahn die Bergstation verlassen hat, herrscht einsame Ruhe. Dann gehört die Bergwelt Dir! 


    Zusatzvariante:

    Um dem Touristenstrom auszuweichen, haben wir nach einer guten Verschnaufpause die Schuhe nochmals gebunden. Von der Terrasse des Berggasthauses Diavolezza 2973m aus führt Richtung Norden ein guter Weg auf den ungefährlichen Munt Pers 3207m. Mit einem leichten Tagesrucksack erreichen wir den Gipfel in 1 Stunde. Wauhhh, diese Aussicht, 360 Grad Rundsicht, ohne Hintergrundmusik, ohne Pommes-Frites-Geschmack, ohne Zigaretten-Rauch, ohne Parfum-Laden, ohne hohem Geräusch-Pegel, dafür Ruhe, Natur, Blick auf Piz Palü, Bellavista, Piz Bernina, Piz Roseg, hinunter ins Oberengadin, und die Forcla di Livigno mit seinen 2315m erscheint uns als billiger Hügel. Ein überwältigender, unvergesslicher Anblick. (Natürlich kann diese „Zusatzschlaufe“ auch am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück gemacht werden).
     

    Aussicht auf Diavolezza

    Bernina vom Munt Pers

    Piz Palü vom Munt Pers
    Diavolezza Bergstation; Blick auf
                            Bernina und Morteratschgletscher; 2013,
                            Maria F.
    Blick auf den Gletscher
    Links
    Lago Bianco am Berninapass
    Lago Bianco am Berninapass

    Wasserscheide
    zwischen
                  Bernina Hospiz und Diavolezza-Talstation M.Fässler
    unterhalb Wasserscheide

    Morteratschgletscher und Piz Bernina

    Aussichtspunkt Chünetta
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    7. Tag Flueler, Wanderzeit: 5h, aufwärts 600m, abwärts 200m  -  T 2 / T 3
    Route: Talstation Diavolezza 2093m - Morteratsch 1896m - Chna da Boval 2495m

    Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von dieser imposanten Bergwelt, besteigen die Luftseilbahn von der Diavolezza 2973m und erreichen in wenigen Minuten die Talstation Diavolezza 2093m. 
    Links der Autostrasse und der Rhätischen Bahn folgen wir dem schönen Wanderweg, steigen im Wald hinunter und erreichen die Station Morteratsch 1896m. Wir können uns im Hotel Morteratsch verpflegen oder als Geheimtip: gleich hinter dem Hotel können wir eine Scheune sehen. Die Molkerei/Sennerei Pontresina hat dort eine kleine, aber schöne Verpflegungsstätte aufgebaut. Hast Du Lust auf ein kleines Käse-Plättchen und einem Glas.... Ich kann es Dir wärmstens empfehlen. 

    Nun aber geht es aufwärts. Beim Hotel Morteratsch 1896m führt ein breiter Weg zum Morteratsch-Gletscher. Wir nehmen diesen Weg aber nur 200m, dann zweigt unser Wanderweg rechts ab. Auf dem Wegweiser ist schon jetzt "Chna Boval" angeschrieben. Zuerst steigen wir im Wald im Zick-Zack hinauf. Anschliessend führt uns der Weg auf der Moräne des zurückgeschmolzenen Morteratsch-Gletschers bis zur Boval-Hütte 2495m. Von der Boval-Hütte können wir - nahe am Gletscher - die Alpenriesen und natürlich die Bernina von Norden bewundern.


    Auf dem Weg zur Bovalhütte

    Bernina mit Biancograt

    Bovalhütte

     
    8. Tag Flueler, 3 ½ h, abwärts 700  -  T 2 / T 3
    Route: Boval-Hütte 2495m - Morteratsch 1896m - Pontresina 1805m

    Auf gleichem Weg wie der gestrige Aufstieg wandern wir zurück zur Bahnstation Morteratsch 1896m, können hier (nochmals einen feinen Käseteller geniessen) oder gleich in die Rhätische Bahn einsteigen.
    Wir möchten den herrlichen Tag noch geniessen und unsere wunderbaren Erlebnisse der letzten Tage „verdauen“, so entschliessen wir uns den schönen Wanderweg durch den Wald nach Surovas und Pontresina 1805m unter die Füsse zu nehmen, wo wir dann Abschied nehmen von dieser einzigartigen Bergwelt und mit der Rhätischen Bahn Richtung Norden fahren.
     


    Erlebnisberichte - vielen Dank!

    a) Rund um den Piz Bernina

    Blick von der Fornohütte; Bild: Markus TinnerMarkus Tinner, August 2011
    "Die Infos auf der Wandersite haben uns sehr genützt. Wir haben letzte Woche eine Variante dieser Wanderung daraus gemacht:


    Für weitere Infos steh ich gerne zur Verfügung. Alles Gute und besten Dank!"


    b) Rund um die Bernina auf Berndeutsch

    Walter Diener, 2003
    "Bin grad zwe Tag zrügg vor Tour um d Bernina. Isch zwar e chli zu me Murkks usgartet; aber i has trotzedem gnosse.

    Well i e längi Areise gha han, bin i erscht churz vor de Zwölfe z Maloja gsi. So wärs dänn doch grad e chli sträng gsi, no uf Chiareggio z’wandere. So bin ich i d Forno-Hütte vom SAC. Zuegang ohni grossi Problem, de Wäg über de Gletscher isch mit blau-wysse Stange markiert (chönnt öppe bi Näbel nid so eifach si), de Gletscher hett i däm Bereich keener Spalte und isch guet grienet gsi.

    Am zwöite Tag über de Sasso del Forno, 2768m, und dänn uf Chiareggio. Well i scho so früh dört gsi bin, bin i no bis zum Lago Palü wyter u im Rifugio Palü pfuset. Ganz guet ufghobe gsi und ou im Pris vernünftig.

    Derfür isch am andere Tag s Drama losgange. Bi der Staumour am Lago Gera hett es Avis gha, dass mer vom Rifugio Bignami (wo eigentlich en guete Etappeort wär) nöd hinderem See düre chan, well d Brügg zsämmegheit sig. U bis die gflickt isch***, muess mer wieder zrügg bis zur Muur und uf de rächte Site düre. I has welle wüsse u bin grad vo afang a rechts düre zur Alp Gembre und über de Pass Canfinal is Puschlav. Det hetts mi grusig verhaglet und im Bivac Busconi-Anghileri han i Schutz gfunde. Das isch aber numme so ne Blächbüchs u i han fascht e Ghörschade bicho, so hetts tschättered vom Hagel. So isch das Chalb, wo ni bi, wyter mit Rägeschutz. Düre bis uf Cavaglio. Das hett duret, bin fascht zäh Stund underwägs gsi.

    Und jetzt ebe s äxtra Positive. Z’Cavaglio hett es Rifugio. Im e alti Puschlaverhuus, eifach aber i bin guet ufghobe gsi. Finde das sött me publik mach, isch nämlich grad e so e gäbigi Etappe vom Rifugio Bignami (ou wänn me wieder über d’Staumuur cha). So ca. 5 Stund söttet lange.

    D' Adrässe wär:  Rifugio Cavaglia, Fam. M. Damiani, 081 844 05 65 / 079 236 48 26"

    Wandersite: Herzlichen Dank an Walter Diener!
    ***Die zerstörte Brücke ist wieder instandgestellt und man kann problemlos von der Alpe Gembre hinter dem See durch zur Hütte.
        Juli 2005, Walter Diener.
     
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    c) Variante für leistungsstarke Bergwanderer

    7 - 9 tägige Hüttentour

    Eingesandt von Reinhard Lang, Uster, August 2002

    Die hier skizzierte Rundwanderung beruht auf den unten genannten Quellen und enthält auch einige empfehlenswerte Varianten. Ich beschränke mich auf Angaben zur Route und die Übernachtungsmöglichkeiten und verzichte bewusst auf Zeitangaben.
    Wetterinformationen findet man auf der Homepage des Akademischen Alpen-Clubs Zürich: https://www.aacz.ch/meteo/

    1. Tag
    Maloja (1803m) - Passo del Muretto (2562m) - Alpe dell’Oro (2010m) - Alpe Fora (2053 m) - Rifugio Longoni (2450m)


    2. Tag
    Rifugio Longoni (2450m) - Alpe Sasso Nero (2304m) - Bochetta del Torno (2203m) - Alpe Campascio (1844m) - Rifugio Mitta (2020m)

    3. Tag
    Rifugio Mitta (2020m) - Rifugio Carate (2636m) - Vedretta Caspoggio - Bochetta di Caspoggio (2983m) - Rifugio Bignami (2401m)
    Die Gletscherüberquerung ist bei schönem Wetter gefahrlos. Man bracht weder Steigeisen noch Seil.
    Dazu ein Feedback (vielen Dank!): Übersetzung: "Der Schnee auf dem Gletscher ist stark geschmolzen, und es ist laut Information des Hüttenwarts der Bignamihütte in allen Fällen nötig, Gleitschutz und Seil mitzunehmen."
    Auskunft erteilt der Hüttenwart der Bignamihütte oder der Marinello-Hütte (Tel. 0039 0342 51 15 77).


    4. Tag
    Rifugio Bignami (2401m) - Gembre (2224m) - Passo Confinale (2628m) - Somdoss (2185 m) - Alp Varuna - Cavaglia (1703m) - Alp Grüm (2091m) - Lago Bianco (2234m) - Passo del Bernina, Ospizio (2307m)


    5. Tag
    Ospizio Bernina (2307m) - Fuorcla Minor (2435m) - Lej Minor - Val Minor - Station Bernina Diavolezza (2093m) - Val da Fain - Val Pischa - Fuorcla Pischa (2848m) - Piz Languard (3262m)
    Tipp: Sonnenuntergang und Sonnenaufgang auf dem Gipfel


    6. Tag
    Georgy-Hütte (3183m) - Chamanna Paradis (2540m) - Pontresina (1805m) - Val Roseg - Lej da Vadret (2160m) - Chamanna Coaz (2610m)
    Schwierigkeit: T3

    Variante: Aufstieg zur Coazhütte über Muottas da Schlarigna (2305m) - Lej dals Chöds (2153m) - Crap Alv - Fuorcla Surlej (2755m) - Chamanna Coaz (2610m), vgl. Tour 38 und 39 in: Rudolf und Siegrun Weiss: "Oberengadin". Entscheidet man sich für diese Variante, so empfiehlt sich eine Aufteilung der ohnehin langen Etappe: Abstieg vom Piz Languard nach Pontresina erst am Nachmittag und Aufstieg zur Chamanna Coaz am folgenden Tag. Übernachtungsmöglichkeiten in Pontresina: https://www.pontresina.ch


    7. Tag
    Chamanna Coaz (2610m) - Fuorcla Surlej (2755m) - Lej da la Fuorcla (2489m) - Curtinella (2500m) - Station Furtschellas (2313m) - Lej Sgrischus (2618m) - Piz Chüern (2689m) - Vanchera (1958m) - Platta (1890m) - Isola (1812m) - Maloja (1803m)
    Auch diese sehr lange Etappe kann man unterteilen und z.B. in Sils übernachten: https://www.engadin.ch/

    Denjenigen, die nach dieser Tour noch nicht genug vom Wandern haben, empfehle ich die folgenden Internetseiten:
    Und nun nichts wie los!
    Trekkingliste
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    d) Rund um die Bernina - mit Zelt und Hund

    "Ich habe Ende Juli eine schöne Tour fast um die Bernina gemacht, mit Zelt und Hund; kurz gefasst: Alle Wege waren bestens beschildert und markiert!
    Vielleicht hilfts irgendeinem Wandervogel bei der Planung; bildhaftere Beschreibungen von den schönen Aussichten, Bergwiesen, Hütten etc. sind ja schon da..." Ursina Staub, Juli 2010 - vielen Dank!


    e) Rund um die Bernina - mit Zelt

    Alpe Gembre, Foto Maria InnitzerMaria Innitzer aus Wien hat im Juli 2019 folgende Tour "Rund um die Bernina" im Alleingang gewagt:

    Die ausführliche Beschreibung ihrer Tour nah im alpinen Gelände ist eindrücklich. Sie ist gerne ist sie bereit, ihre Erlebnisse zu teilen:


    Pauschalangebote


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    Literatur

    Wandertouren in der Gegend



    Sind sie diese Trekkingroute gewandert? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung und allfällige Korrekturen: info@wandersite.ch
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